Auf den Speisekarten von Unis sind wohl schon öfter skurrile Gerichte gelandet, an einer bayerischen Uni fragten sich Studierende aber tatsächlich: Ist das ernst gemeint? Dort servierte die Mensa jüngst Känguru-Chili. Das steckt dahinter.
Studierende testen exotisches Gericht in Erlangen
Ein Nutzer der Onlineplattform Reddit teilte ein Foto der Speisekarte. Känguru Chili mit Basmatireis, 3,79 Euro für Studierende, 4,99 Euro für Bedienstete. Dazu schrieb der User: „Wenn die Mensa mal wieder eine experimentelle Phase hat …“ Zuerst berichtete der Münchner Merkur über das kuriose Tagesgericht an der Universität Erlangen (FAU).
In den Kommentaren sind die Nutzer gespalten. Während die einen fragen, ob es sich vielleicht um eine Gewürzmischung handeln könnte, munkeln andere, ob es am nächsten Tag vielleicht Pinguin geben könnte oder ein anderes exotisches Tier. Wieder andere witzeln: „Marc-Uwe Kling gefällt das nicht“, wo doch sein Hauptcharakter der bekannten „Känguru-Chroniken“ ein Artgenosse ist.
Großhändler liefert Kängurufleisch nach Stornierung an die FAU
Auf Anfrage des Merkur bestätigte die Universität, dass es sich tatsächlich um Känguru-Fleisch handelte. Einige Studierende hätten sogar skeptisch nachgefragt. Das Gericht kam „insgesamt sehr gut an“, die geplanten 400 Portionen seien verkauft worden. Auch positives Feedback habe es gegeben, so die Kommunikationsabteilung.
Ganz absichtlich sei das Fleisch aber nicht auf den Tellern gelandet. Es sei spontan von einem Großhändler angeboten worden, nachdem ein Kunde seine Bestellung storniert hätte. „Hätten wir es nicht genommen, wäre das Fleisch höchstwahrscheinlich entsorgt worden“, so die Universität. Einmalig war es trotzdem nicht. Auf der Speisekarte landet an der FAU immer mal wieder Kängurufleisch. Eine Ausnahme wird es wohl dennoch bleiben.
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Laura Mielke
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