Die USA haben den Teamwettbewerb im Eiskunstlauf gewonnen. Ilia Malinin konnte zwar nicht restlos überzeugen, verwies Japan aber hauchdünn auf Platz zwei. Außerdem: Ein Snowboarder feierte seine Goldmedaille auf unorthodoxe Weise. Alle News im Olympia-Ticker.
Vom 6. bis zum 22. Februar finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele statt. Rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen kämpfen in 116 Wettbewerben um die Medaillen. Bleiben Sie mit dem WELT-Liveticker stets auf dem Laufenden über alles Wissenswerte von Olympia:
23.16 Uhr: Der aktuelle Medaillenspiegel
Deutschland holte am zweiten Wettkampftag seine ersten drei Medaillen und hat sich im Medaillenspiegel damit auf Platz sechs eingereiht. Rodler Max Langenhan gewann das erste Gold, Emma Aicher holte Silber in der Ski-Alpin-Abfahrt, die Biathlon-Mixed-Staffel landete auf dem dritten Platz.
Den kompletten Medaillenspiegel finden Sie hier.
22.50 Uhr: Superstar Malinin siegt trotz Strauchlern
Angeführt von Superstar Ilia Malinin hat das US-Eiskunstlaufteam die Goldmedaille geholt. Der Topfavorit setzte sich in einem Herzschlagfinale um den Olympiasieg gegen Japan durch. Die USA kamen in Mailand auf 69 Punkte, Japan auf 68 Zähler. Vor den Augen der serbischen Tennis-Legende Novak Djokovic wurde Gastgeber Italien mit 60 Punkten Dritter.
Der 21-Jährige, der wegen seiner vielen Vierfachsprünge auch den Spitznamen „Vierfach-Gott“ trägt, zeigte als vorletzter Läufer des Wettbewerbs die beste Kür der Männer – allerdings blieb er erneut nicht fehlerfrei. Vor der Männer-Kür lagen die USA und Japan noch gleichauf.
22.27 Uhr: Morgan verpasst hauchdünn das Finale
Freestyle-Snowboarderin Annika Morgan hat den Finaleinzug im Big Air ganz knapp verpasst. Unter Flutlicht belegte die 23-Jährige im Livigno Snow Park den 13. Platz. Für den Sprung in den Medaillenkampf fehlten ihr nur 0,75 Punkte. Im letzten der drei Versuche stürzte Morgan und verpasste dadurch eine Verbesserung. Im Finale am Montagabend (19.30 Uhr) sind nur die zwölf besten Starterinnen dabei.
22.12 Uhr: Vonns Schwester meldet sich zu Wort
Nach dem schweren Sturz von Lindsey Vonn hat sich nun die Schwester des US-Stars über das Drama in der Abfahrt geäußert: „Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten“, sagte Vonns Schwester Karin Kildow dem Sender NBC. „Wenn so etwas passiert, hofft man sofort, dass es ihr gut geht, und es war beängstigend. Wenn man sieht, wie die Tragen aufgestellt werden, ist das kein gutes Zeichen.“
Nach dem Rennen richtete auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry Worte an die Abfahrtsolympiasiegerin von 2010: „Wir denken alle an dich. Du bist eine unglaubliche Inspiration und wirst für immer ein olympischer Champion bleiben.“
19.18 Uhr: Rodler Langenhan gewinnt erstes deutsches Gold
Der Bann ist gebrochen, die deutsche Mannschaft kann das erste Gold dieser Spiele in den Medaillenspiegel eintragen: Rodel-Weltmeister Max Langenhan siegte nach vier Läufen im Einsitzer. Silber ging an Jonas Müller (Österreich), Bronze an den Italiener Dominik Fischnaller.
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18.25 Uhr: Pechsteins Bestmarke geknackt
Snowboarderin Claudia Riegler aus Österreich hat die deutsche Olympiasiegerin Claudia Pechstein als älteste Starterin abgelöst, die jemals an einem Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen teilgenommen hat. Die 52-Jährige trat im Parallel-Riesenslalom an und schied dort im Achtelfinale gegen Ester Ledecka aus.
„Ich kann immer noch mit den jungen Mädchen mithalten und mich mit ihnen messen“, sagte Riegler, die im November 1994 ihr Weltcup-Debüt feierte. Mit 30 Jahren sei sie laut eigener Aussage aus dem österreichischen Aufgebot geworfen worden. „Man sagte mir, ich sei zu alt“, so Riegler. Später kehrte sie jedoch zurück.
18.01 Uhr: Eisschnelllauf-Gold nach Norwegen
Der norwegische Eisschnellläufer und Weltrekordhalter Sander Eitrem hat die Goldmedaille über 5000 Meter gewonnen. Der 23-Jährige kam nach 6:03,95 Minuten ins Ziel und knackte den olympischen Rekord des Schweden Nils van der Poel von um fast fünf Sekunden.
Beim überragenden Olympia-Debüt von Eitrem landete der Tscheche Metodej Jilek in 6:06,48 Minuten auf dem zweiten Platz. Der 19-Jährige ist damit der erste Mann seines Landes, der eine olympische Medaille im Eisschnelllaufen holte. Auf Platz drei landete überraschend der Italiener Riccardo Lorello (6:09,22 Minuten)
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16.24 Uhr: Hofmeister stürzt, Karl jubelt emotional
Ein Sturz im Parallel-Riesenslalom hat Snowboarderin Ramona Hofmeister die Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Italien gekostet. Die 29-Jährige schied im Viertelfinale aus. Durchaus überraschend war in der Runde der besten acht Starterinnen auch für die dreifache Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien Endstation.
Die Goldmedaille sicherte sich Hofmeisters Lauf-Gegnerin und Ledeckas Landsfrau Zuzana Maderova. Bei den Männern wiederholte der 40-jährige Benjamin Karl seinen Olympiasieg. Unmittelbar nach der Überquerung der Ziellinie riss sich der Österreicher die Klamotten vom Oberkörper und spannte die Muskeln an.
15.21 Uhr: Bronze für deutsche Biathleten
Das deutsche Biathlon-Team ist mit Bronze in der Mixed-Staffel glänzend in die Spiele gestartet. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß erkämpften in Antholz Deutschlands erste Olympia-Medaille in diesem Wettbewerb überhaupt. Das Quartett musste sich in einem dramatischen Rennen nach einer Strafrunde von Schlussläuferin Preuß mit 1:05,3 Minuten Rückstand nur Favorit Frankreich und Gastgeber Italien geschlagen geben.
14.14 Uhr: Rodel-Doppelsitzer stürzen im Training
Bei seiner vierten Olympia-Teilnahme soll es endlich klappen mit dem Gold. Doch der Weg dorthin ist ein beschwerlicher – im Training am Sonntag stürzte Rennrodler Toni Eggert mit seinem Doppelsitzer-Partner Florian Müller. Vor wenigen Tagen hatte Eggert für Aufsehen gesorgt. Dem elfmaligen Weltmeister war nach Platz sechs bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof Ende Januar der Kragen geplatzt. Er kritisierte Müller öffentlich nach einem verpatzten Start.
Eggert sagte über seinen Untermann: „Er muss nur mal mitmachen, dann kann man das regeln. Momentan funktionieren wir leider nicht als Team, das nervt ohne Ende. Es muss sich ändern. Wenn ich mir die Zeitverläufe anschaue, dann hat keiner so eine schnelle Kiste wie wir.“ Sätze, die bei Umstehenden für Kopfschütteln sorgten. Nach Informationen von „Bild“ ging sogar eine schriftliche Beschwerde beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ein.
13.37 Uhr: Deutsche Langläufer chancenlos – Klaebo holt Gold
Die deutschen Langläufer haben wie erwartet im Skiathlon nicht in den Kampf um die Olympia-Medaillen eingreifen können. Friedrich Moch belegte als Bester aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder den 26. Platz. Die Goldmedaille sicherte sich Johannes Hoesflot Klaebo. Der Norweger setzte sich kurz vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe ab und jubelte auf der Zielgeraden ausgelassen. Rang zwei ging nach 20 Kilometern überraschend an den Franzosen Mathis Desloges. Der Norweger Martin Loewstroem Nyenget holte Bronze.
13.10 Uhr: Silber! Aicher gewinnt erste deutsche Medaille
Skirennfahrerin Emma Aicher hat die erste deutsche Medaille bei diesen Spielen gewonnen. Die 22-Jährige holte in Cortina d’Ampezzo Silber in der Abfahrt und verpasste Gold nur um einen Wimpernschlag. Siegerin wurde die Amerikanerin Breezy Johnson.
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12.15 Uhr: Lindsey Vonn schwer gestürzt
Drama in Cortina: Superstar Lindsey Vonn ist in der Abfahrt der Frauen schwer gestürzt. Die 41-Jährige wurde mit dem Helikopter ausgeflogen.
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12.04 Uhr: Rodel-Ikone Hackl an der Schulter verletzt
Rodel-Ikone Georg Hackl ist an der neu gebauten Bahn am Cortina Sliding Centre gestürzt und hat sich verletzt. Laut einer lettischen FIL-Ärztin hat sich Hackl die Schulter ausgekugelt und ist derzeit in einer Klinik. Die „Bild“ hatte zuerst über den Unfall während des Trainings der Frauen berichtet. Der 59 Jahre alte „Schorsch“ Hackl, der 2022 vom deutschen Verband zu den Österreichern wechselte, ist mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichster Rodler der olympischen Geschichte. „Ich wollte mir das Training meiner Rodler anschauen. Ich bin auf einen Weg gegangen und ein wenig hochgeklettert, um auf die Bahn zu gucken. Das ist ja mein Job. Dummerweise ist unter mir etwas weggebrochen und ich bin aus 1,80 Meter auch auf den Kopf gefallen“, sagte Hackl der „Bild“.
9.20 Uhr: Olympia macht Italo-Schlager wieder populär
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo machen auch italienische Schlager wieder populär, die ein wenig in Vergessenheit geraten waren. Am ersten Tag wurde an vielen Wettkampfstätten von den Zuschauern vor allem „Nel blu, dipinto di blu“ mitgesungen, das international besser als „Volare“ bekannt ist. Das Lied aus dem Jahr 1958 – im Original von Domenico Modugno und Johnny Dorelli – war auch Bestandteil der zentralen Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion in Mailand.
Bei den Wettkämpfen war des Öfteren auch der Klassiker „Azzurro“ von Adriano Celentano zu hören. Am Rande der Wettkämpfe liefen auch oft auch „Felicità“ von Al Bano und Romina Power sowie „Sarà perché ti amo“ von Ricchi e Poveri vom Band.
8.10 Uhr: Polizei geht gegen Demonstranten vor
Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen. Nach einem Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes warfen einige Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen. Der Protest richtete sich u.a. gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die Polizei sprach von etwa 3.000 Teilnehmern. Nach anderen Schätzungen waren es etwa 5.000.
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