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Vier Spiele, viermal ungeschlagen! Dynamo Dresden ist stark aus den Startlöchern im Jahr 2026 gekommen. Das liegt natürlich auch an den Neuzugängen. Allerdings hat einer der Wintertransfers bisher nicht komplett überzeugen können: Jonas Sterner (23).
Der Rechtsverteidiger leistete sich in Magdeburg (2:1) schon einen Patzer, als er sich bei einem langen Ball vorm 0:1-Rückstand kolossal verschätzte. Beim 2:2 auf Schalke legte er Edin Dzeko in der ersten Hälfte mit einem verunglückten Rückpass zu Tim Schreiber fast ein Tor auf, der bosnische Top-Star verfehlte die leere Kiste.

Jonas Sterner (Mitte) hatte riesig Glück, dass Edin Dzeko (re.) seinen Fehler hier nicht nutzte
Foto: Bernd Thissen/dpa
Und: Auch als die Gelsenkirchener letzten Endes wirklich zum 0:1 durch Dzeko trafen, hätten am ehesten Sterner beim Querpass von Adil Aouchiche aktiver verteidigen und stören können. Kein klarer Fehler, aber es gab eben die Möglichkeit, es besser zu machen. Und Kleinigkeiten sind in der 2. Liga entscheidend.
Auffällig: Nach vorn ist Sterner eine Bereicherung, defensiv jedoch ist eine Verbesserung gegenüber Konrad Faber (28) eher schwer zu erkennen. Dazu lagen auch dessen Stärken sogar eher in den temporeichen Dribblings, die die Offensive ankurbeln.
Faber bietet sich für Sterner an
Darum dürfte Trainer Thomas Stamm (42) diese Woche beim Training besonders genau hinsehen. Sterner gegen Faber – das ist Dynamos heißestes Stammplatz-Duell.
Denn nach seiner Einwechslung in der 74. Minute lieferte die Leihgabe vom FC St. Gallen einen routinierten Auftritt. Faber war eine deutliche Verstärkung in der hitzigen Schlussphase.

Konrad Faber klärte die Bälle in der Schlussphase rechts hinten kompromisslos
Foto: IMAGO/DeFodi Images
Nicht einmal mehr zum Kader gehört zurzeit Ex-Aufstiegs-Regisseur Vinko Sapina (30). Der Mittelfeldmann fehlte gegen Bielefeld (1:1) wegen eines Infekts, jetzt aber auch in Gelsenkirchen ohne Krankheitsgründe – und das, obwohl Kollege Robert Wagner wegen einer Gelb-Rot-Sperre nicht zur Verfügung stand. Stamm: „Es war eine von ganz vielen schwierigen Entscheidungen, die es die nächsten Wochen auch geben wird.“ Zum Beispiel im Tor.