Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:

• Heute beginnt der Ticket-Vorverkauf für die Berlinale. Die Tickets werden jeweils drei Tage vor der jeweiligen Vorstellung um 10 Uhr freigeschaltet. Außerdem können Tickets an Theaterkassen gekauft werden. Pro Person und Vorstellung können maximal 2 Tickets gekauft werden. Für Vorstellungen der Kategorie Generation können bis zu 5 Tickets gekauft werden.

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Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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• Passend zur Berlinale lädt heute auch das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg zum Pressegespräch ein, um einen Blick auf das Filmland Brandenburg und die Dreharbeiten im vergangenen Jahr zu werfen. Vor Ort ist u.a. der Vorstandsvorsitzende von Studio Babelsberg, Jörg Bachmeier.

• Podiumsgespräch mit Can Sürücü, Sohn der am 7. Februar 2005 ermordeten Hatun Sürücü, und dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.

• Auswertung der diesjährigen Berliner Kaffeewette. Die Aktion wurde 2019 in Neukölln ins Leben gerufen: Bürger werden aufgerufen, Kaffeepackungen zur Unterstützung lokaler Kältehilfeeinrichtungen in Berlin zu spenden. In diesem Jahr gab es juristische Querelen und am Ende eine Sondererlaubnis durch den Regierenden Bürgermeister.

Neues aus Berlin

Das ist schon so eine Sache mit der Bürokratie: Alle wollen sie abbauen. Etwa die CDU. So klang es im Bundestagswahlkampf: „Papierkram, Wartezeiten, komplizierte Anträge – für viele Menschen ist der Staat mehr ein Hindernis als eine Hilfe. Die CDU-geführte Bundesregierung macht jetzt Schluss damit: Bürokratieabbau ist keine Ankündigung mehr, sondern Wirklichkeit.“

Also schauen wir mal auf die Wirklichkeit – und gern auf Berlin. Meine Kollegin Jessica Hanack hat nämlich nachgefragt: Was wird eigentlich aus dem Senatsvorhaben, dass in Berlin auf Hunderten Straßenabschnitten nachts mehr Ruhe einkehren soll? Denn zu dem Plan, tagsüber wieder mehr Tempo 50 auf Hauptstraßen zu erlauben, sollte auch gehören, dass in den Nachtstunden mehr Tempo 30 zur Lärm-Entlastung der Berlinerinnen und Berliner verhängt wird. Doch bis es dazu kommt, werden noch viele, viele Nächte vergehen. Denn da ist noch die berüchtigte Bürokratie.

Sie können sich kaum vorstellen, was für den Austausch oder das Aufstellen von ein paar Verkehrsschildern benötigt wird. Jessica Hanack hat alles aufgelistet. Ihren Bericht finden Sie hier. Vor Ende 2027 wird‘s wohl nichts mit der Ruhe in der Nacht.

Außerdem wichtig

Morgenpost exklusiv 1: Als Konsequenz aus dem großen Stromausfall im Südwesten der Stadt fordert der Senat von den landeseigenen Wohnungsunternehmen, dass sie Vorsorge treffen: Sie sollen Notstromaggregate kaufen und im Notfall damit ihren Tausenden von Mietern helfen. Doch das ist offenbar leichter gefordert als getan, wie mein Kollege Julian Würzer recherchiert hat. Da ist sogar die Rede von Notstromaggregaten, „so groß wie Schiffscontainer“. Seinen Bericht lesen Sie hier.

Morgenpost exklusiv 2: Sie soll endlich dafür sorgen, dass arme Menschen in Berlin Wohnungen bekommen: die Sozialquote. Von der Linkspartei bis zur SPD gibt es Befürworter der Idee, den Wohnungsunternehmen Quoten für Sozialwohnungen vorzugeben. Ein neues Gutachten des Bundestags könnte nun den Weg ebnen, berichtet exklusiv Isabell Jürgens. Aber es gibt schon Ankündigungen der Immobilienbranche, vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Das letzte Berliner Wohnungsexperiment, der Mietendeckel, war dort krachend gescheitert.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

Ihr Gilbert Schomaker,

stellvertretender Chefredakteur

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Renate Zimmermann