Viele Anwohner dürften sich beim Anblick des Wohnhauses Alt-Friedrichsfelde 3 noch an das Kino erinnern, dass es hier einst gab. Nach dem Krieg hatte das Filmlichttheater aus den 20er-Jahren 1948 wieder seine Pforten geöffnet. Generationen von Berlinern hatten auf der Leinwand des Hinterhofkinos DEFA-Klassiker gesehen, Filmpremieren erlebt und sich über den Inhalt aktueller Filmvorstellungen ausgetauscht. Auch Theatervorstellungen und Politabende fanden im Volkshaus statt.
Dann kam nach der Wende das Aus für das Kino – Jahre lang stand es leer und die hinterlassene Kinoausstattung verwandelte sich selbst in eine in der Zeit stehen gebliebene Kulisse: eine von Staub bedeckte menschenleere Hommage an die früheren Glanzzeiten des Kinos, das zu einer Ruine verfiel. Alle Infos zu dem ehemaligen Lost Place.

Das sind die Fakten zum Kino Alt-Friedrichsfelde im Überblick:
- Adresse: Alt-Friedrichsfelde 3, 10315 Berlin-Friedrichsfelde
- Geschichte: 1928 als „Kino Busch“ mit einer Zuschauerkapazität von 600 Plätzen eröffnet; nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 Wiederaufnahme des Spielbetriebs als „Kino Volkshaus“; nach Modernisierung im Jahr 1990 wurde das Lichtspielhaus 1992 stillgelegt; 2007 entkernt; seitdem Leerstand und Verfall
- Führungen: Keine
- Denkmalschutz: Nein
- Status: Ehemaliger Lost Place. 2017 wurde der rückwärtige Kinosaal abgerissen
Wo lag das Kino Alt-Friedrichsfelde genau?
Das Kino Alt-Friedrichsfelde befand sich im Hinterhof an der Adresse Alt-Friedrichsfelde 3 im Ortsteil Friedrichsfelde des Bezirks Lichtenberg. Die Google-Koordinaten (Open-Location-Code) für das Objekt lauten: GG64+566. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Areal am besten mit den Buslinien 108 und N5 (Haltestelle Löwenberger Straße) zu erreichen. Die Busstation befindet sich direkt vor dem alten Kino. Achtung: Es handelt sich um Privatgelände. Das Betreten ist Unbefugten nicht erlaubt. Auch interessant: Lost Places: Diese Strafen drohen bei Hausfriedensbruch
Das sind die wichtigsten Etappen der Geschichte des Kinos Alt-Friedrichsfelde:
Ausgangslage: Berlin – eine Stadt der Filmbegeisterten

Filmverrückt: Schlange vor Beginn der Kindervorstellung im Luisen-Kino in Berlin-Mitte. Foto, um 1910.
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Anfang des 20. Jahrhunderts setzte die deutsche Filmindustrie zu einem glamourösen Höhenflug an. Klassiker wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920), Metropolis (1927) und Fritz Langs „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) lockten scharenweise Publikum ins Kino. Das Zentrum der Filmbegeisterung: Berlin. Nirgendwo sonst in Europa gab es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine ähnliche Dichte an Filmtheatern. Vom nördlichen Stadtrand bis zum Süden der Metropole wurde Berlin von einem Netz von Lichtspielhäusern überzogen.
Varietés bauten ihre Vorführsäle um; große Traditionshäuser entstanden wie das Marmorhaus am Kurfürstendamm und kleine Kinostätten, bei denen Enthusiasten der Kinematographie ihr Erspartes mobilisierten, um in Hinterhöfen und Wohnhäusern improvisierte Lichtspielhäuser einzurichten. Allein in Berlin gab es 1928 378 registrierte Filmtheater. Längst hatte die Kinobegeisterung auch auf die Vororte der Metropole übergegriffen. In Friedrichfelde – bis 1920 noch brandenburgische Gemeinde vor den Toren Berlins – eröffneten 1928 gleich zwei Lichtspielhäuser: die Schlosslichtspiele nahe dem U-Bahnhof Friedrichsfelde und ein zweites Kino, das nach seinem Inhaber Kino „Busch“ genannt wurde.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Eine Schilderfabrik wurde zum Filmtheater umgebaut
Als der Geschäftsmann Adolf Busch in den 1920er-Jahren das Mehrfamilienhaus an der Straße Alt-Friedrichsfelde 3 – kurz zuvor war diese noch die Berliner Straße gewesen – erwarb, hatte er einen Plan. Im Hinterhof der Immobilie befand sich ein Fabrikgebäude, das 1910 noch zur Molkerei Emilie Beeskow gehörte und dann vom Vorbesitzer Franz Xaver Gerstmeyer in die Emaillier- u. Schilderfabrik „Gerstmeyer & Drenske“ verwandelt worden war.
Adolf Busch hatte für die langgezogene Fabrikhalle mit ihren schweren Gerätschaften, in denen Arbeiter an Kugelmühlen Schlicker gemahlen und an Durchlauftunnelöfen Werkstücke bei bis zu 900 Grad Celsius gebrannt hatten, etwas ganz anderes im Sinn. In den Gewerbehallen des Hinterhofes ließ er ein Filmtheater einrichten, dass bei seiner Eröffnung 1928 600 Zuschauern Platz bot. Gespielt wurden die Stummfilmklassiker der 20er-Jahre und bald auch die dieser Tage in Mode gekommenen Tonfilme. 1929 flimmerte der erste deutsche, vollständig in Ton gedrehte Spielfilm „Melodie des Herzens“ über die Leinwand. Der erste Satz, den das Publikum zu hören bekam, sprach Ufa-Darsteller Willy Fritsch: „Ich spar nämlich auf ein Pferd“. Damit trat der Tonfilm seinen Siegeszug durch die deutsche Kinowelt an.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Filmvorstellungen in Zeiten des Krieges

Gute Zeiten fürs Kino: Millionen Deutsche wollten im Winter 1941/1942 Heinz Rühmann in „Quax, der Bruchpilot“ sehen. Der Spielfilm bekam von der Filmprüfstelle des Dritten Reichs das Prädikat „künstlerisch wertvoll“ und spielte an den Kinokassen 5 Millionen Reichsmark ein.
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Mit der Machübergabe an die Nationalsozialisten wandelte sich in den 1930er-Jahren unter Propagandaminister Joseph Goebbels das Programm. Das Angebot reichte von politisch-propagandistischen und antisemitischen Machwerken bis zu seichten Unterhaltungsstreifen und NS-Kassenschlagern, die ebenfalls ideologisch konforme Botschaften transportierten. Das filmbegeisterte Publikum feierte die großen Stars der 1930er- und 1940er-Jahre: Zarah Leander, Lil Dagover, Ilse Werner, Heinz Rühmann und NS-Vorzeigeschauspieler Emil Jannings. Produktionen wie „Der Herrscher“ (1937), „Quax, der Bruchpilot“ (1941) und „Die große Liebe“ (1942) fanden ein Millionenpublikum.
Ab 1934 war den Kinobesitzern verbindlich vorgeschrieben, im Vorprogramm wenigstens einen sogenannten Kulturfilm und die Wochenschau zu zeigen. Wobei es sich bei den „Kulturfilmen“ um Propagandastreifen handelte, die Themen wie die NS-Rassenlehre aufgriffen. Die Wochenschauen waren dem eigentlichen Programm vorangestellt und zeigten dem Berliner Publikum mit Kriegsbeginn geschönte Berichte zur Front – bis diese kurz vor der Reichshauptstadt verlief.
Das Lichtspieltheater Kino-Busch in Friedrichsfelde verblieb bis in die 1940er-Jahre in Familienhand. Laut den Berliner Adressbüchern führten es Adolf und Elisabeth Busch als gemeinsame Inhaber. Im Jahr 1940 meldete das Lichtspieltheater, das sich im Hinterhof in einem rund 32 mal 13 Meter großem Gebäude befand, eine Kapazität von 584 Sitzplätzen. Ab 1943 erhielt die Vorführstätte mit „Corso“ einen neuen Kinonamen.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Wiedereröffnung als Kino „Volkshaus“

Nikolai Erastowitsch Bersarin, sowjetischer Generaloberst der Roten Armee und der erste sowjetische Stadtkommandant von Berlin zum Ende des Zweiten Weltkrieges, verlässt 1945 grüßend die erste Sowjetische Kommandantur in Berlin-Lichtenberg Alt-Friedrichsfelde 1. Bersarin eröffnete viele Suppenküchen für die Bevölkerung und setzte sich für die Wiederherstellung der Ordnung und der zerstörten Infrastruktur in Berlin ein. Er verunglückte am 16. Juni 1945 bei einem Motorradunfall in Berlin tödlich.
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Bis in die letzten Kriegsjahre wurde das Vorstellungsprogramm im Kino in Alt-Friedrichsfelde aufrechterhalten. Im April 1945 näherten sich in der Schlacht um Berlin sowjetische Verbände der Stadtmitte. Vom Norden drang Marschall Georgi Schukow mit den Verbänden der 1. Weißrussischen Front von Marzahn aus in Richtung Innenstadt vor. Der Vorstoß, bei dem sich die Truppen einen Wettlauf mit der von Süden heranrückenden 1. Ukrainischen Front unter Iwan Konew lieferten, erfolgte über die Verbindung Alt-Friedrichsfelde Richtung Berlin-Mitte, weswegen die Chaussee in der DDR-Zeit – genauer: zwischen 1977 und 1990 – in „Straße der Befreiung“ umbenannt wurde. Anfang Mai hatten die Rotarmisten Berlin erobert und mit der Kapitulation der Wehrmacht am 8./ 9. Mai 1945 schwiegen in Europa die Waffen.
In den letzten Kriegswochen war an Filmabende in Friedrichsfelde nicht zu denken, und auch in den ersten Jahren nach Kriegsende blieb der Spielbetrieb eingestellt. Ganz in der Nähe des Kinos, in dem Eckgebäude Alt-Friedrichsfelde 1 zur Rosenfelder Straße, war im April 1945 für einige Wochen die erste Sowjetische Stadtkommandantur eingerichtet worden. Für einen kurzen Moment konzentrierte sich mit dem Befehl Nummer 1 des ersten Stadtkommandanten Nikolai Bersarin (1904–1945) alle verwaltungsmäßige Gewalt in Berlin auf die Kommandantur in dem Nachbargebäude des ehemaligen Busch-Kinos. 1947/1948 erlebte dieses als Filmspielstätte ein Revival. Es wurde unter dem Namen „Volkshaus“ wiedereröffnet.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Kultur, Film- und Politabende während der DDR-Zeit
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Friedrichsfelde als Ortsteil von Lichtenberg zur sowjetischen Besatzungszone des geteilten Berlins und später, nach der Gründung der DDR 1949, zur ostdeutschen Hauptstadt. Bereits vor der Wiedereröffnung als Kino hatten im „Volkshaus Lichtenberg“, das von größeren Kriegsschäden verschont geblieben war und dessen Saal wieder für Publikumsverkehr geöffnet wurde, kulturelle Veranstaltungen und Theaterabende stattgefunden. So war es unter anderem vom Februar bis März 1947 Spielstätte für Aufführungen der Franz-Léhar-Operette „Die lustige Witwe“ – eines Gastspiels des Berliner Operettentheaters mit Irmgard Armgast und des bekannten Berliner Tenors Walter Jankuhn.
Auch die 30er-Jahre-Komödie „Sturm im Wasserglas“ mit Herbert Köfer (1921–2021) wurde 1947 im Volkshaus Lichtenberg aufgeführt und die großzügigen Räumlichkeiten des Volkshauses dienten als Versammlungsraum politischer Veranstaltungen: im November 1947 fand hier eine SED-Arbeiterkonferenz statt und im Februar 1952 eine Einwohnerversammlung zum Thema: „Wie hilft die Lichtenberger Bevölkerung mit, ein neues und schöneres Berlin aufzubauen.“ Der unterdessen eingesetzte Kino-Spielbetrieb fand vermutlich ein größeres Publikum. Das Kino bot nach der Wiedereröffnung 562 Besuchern Platz.
Kino Alt-Friedrichsfelde: DEFA-Breitband-Kinoerlebnisse in „Totalvision“

Der DDR-Regisseur Kurt Jung-Alsen (r.) während der Dreharbeiten zu dem DEFA-Spielfilm „Polonia Express“ in Erfurt 1957.
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Gespielt wurde ein Programm aus dem Fundus des DEFA-Filmverleihs, der 1950 in den Progress Film-Vertrieb und 1955 in den Progress Film-Verleih überging: Kinder-, Spiel und Dokumentarfilme – soweit sie die DDR-Zensur freigab. Komödien wie „Dreizehn unter einem Hut“ (1950) und DEFA-Spielfilme wie „Eine alte Liebe“ (1959) fanden wiederum ihr Publikum und wechselten sich mit schwerer Kost wie Kurt Maetzigs Filmdrama „Der Rat der Götter“ (1950) und von der DEFA vertonten Klassikern wie Iwan Prawows „Stepan Rasin“ (1939) ab. Vorstellungen fanden regulär jeweils um 15.30, 18.00 und 20.30 Uhr statt, wobei das Kino „Volkshaus“ auch als DDR-Premierenkino genutzt wurde.
Neben „Eine alte Liebe“ fand hier unter anderem die Uraufführung der DEFA-Literaturverfilmung „Steinzeitballade“ (1961) statt und das Friedrichsfelder Publikum durfte in der Premiere von Gerhard Klingenbergs Schwarzweiß-Komödie „Was wäre, wenn“ (1960) Manfred Krug in einer seiner ersten Rollen bewundern. In den 1950er-Jahren war das Lichtspieltheater in Friedrichsfelde eines der ersten Ostberliner Kinos mit „Totalvision“, dem DDR-Pendant zum „Cinemascope“-Breitbildformat. Neben dem Volkshaus Lichtenberg waren 1957 nur das „Colosseum“ in Prenzlauer Berg, der „Astra-Filmpalast“ in Johannisthal und die „Forum-Lichtspiele“ in Köpenick technisch in der Lage „Totalvision“-Filme im Breitbandformat an die Leinwand zu projizieren.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Erste Adresse für Filmliebhaber im Kiez
Mehr als 30 Jahre lang, war das Volkshaus Lichtenberg eine Institution in Friedrichsfelde. Generationen von Ostberlinern erlebten hier ihre ersten Filmabende und besuchten die kulturellen Veranstaltungen, die im Saal des DDR-Kinos stattfanden. Der Eingang zum Kino lag hinter dem Wohnhaus, wo ein vorgebauter Verschlag den Einlass zum Gebäude mit Foyer und Ticketverkauf ermöglichte. Im Vorführraum bediente eine Zeitlang der gebürtige Berliner und spätere DEFA-Kameramann Peter Badel die Technik.
Seit 1960 wurde das Volkshaus Lichtenberg vom „VEB Berliner Filmtheater“ betrieben, die in Ostberlin die Verwaltung, Gestaltung und Programmgestaltung der Lichtspieltheater übernahmen. Mitte der 1970er-Jahre ging das Kino dann in die Verantwortung der Bezirksfilmdirektion (BFD) Berlin über – der Nachfolgeeinrichtung des VEB Berliner Filmtheater. Der BFD oblag die Aufsicht über die Filmtheater Berlins, wobei sie nach Vorgaben des Ministeriums für Kultur der DDR handelte.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Aus für „Volkshaus“-Kino nach der Wende

1992 wurde das Volkshaus-Kino in Friedrichsfelde stillgelegt. Es folgte für das traditionsreiche Filmlichttheater eine lange Zeit im Dornröschenschlaf.
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Modernisierungen sah das in die Jahre gekommene Volkshaus in Friedrichsfelde selten – bis 1990 noch einmal größere Umbaumaßnahmen vorgenommen wurden. Die Sitzreihen wurden ausgedünnt und komfortabler gestaltet, wobei sich die Kapazität des Kinos auf 250 Sitzplätze reduzierte. Geholfen hat es wenig. Nach der Wiedervereinigung war die Konkurrenz der großen Westberliner Kinoketten und der seit den 1990er-Jahren entstehenden Multiplex-Kinos zu groß. 1992 fand die letzte Vorstellung in Friedrichsfelde statt und als der Vorhang fiel, die letzten Besucher das traditionsreiche Kino verließen und die Projektoren langsam auskühlten, begann der jahrelange Dornröschenschlaf des Hinterhofkinos.
Das Kino wurde stillgelegt und auf die verbliebene Einrichtung, die Bestuhlung und Kinotechnik, die mit den Jahren musealen Charakter annahm, legten sich Lagen von Staub. Wie in einer Zeitkapsel konservierte das Innere des Kinosaals den Moment, als das Lichtspieltheater in den frühen 1990er-Jahren aufgegeben wurde. Ohne Nachnutzungskonzept mehrten sich am Äußeren die Spuren von Verfall und Vandalismus. Die Bausubstanz des verwaisten Geisterkinos litt sichtbar an der Verwahrlosung. Das marode Volkshaus drohte in den 2000er-Jahren zu einer der zahlreichen Nachwende-Ruinen Berlins zu verfallen.
Kino Alt-Friedrichsfelde: Kino-Gemäuer wurden für Neubau abgerissen
Jäger von verlorenen Orten in der Hauptstadt hatten noch bis Ende der 2000er-Jahre Gelegenheit, sich in der zurückgebliebenen Ausstattung des Geisterkinos nach historisch interessanten Raritäten umzusehen und die menschenleeren Säle, Ticketschalter, die roten Holzstuhlreihen und den Vorführraum als Kulisse für Lost Place-Fotografien und Videoaufnahmen zu nutzen. Dann wurde das Interieur des ehemaligen Volkshauses entfernt. In den Jahren 2008/2009 wurde das Gebäude entkernt.
Der Gebäuderumpf stand noch für einige im Hinterhof der Adresse Alt-Friedrichsfelde, bis er in den 2010er-Jahren einem Neubauprojekt weichen musste. Anfang 2017 begannen die Bauarbeiten. Abrissbirnen und Bagger entfernten die Gebäudereste des alten Filmtheaters und beendeten damit die knapp neunzigjährige Kinogeschichte auf dem Gelände. Auf dem Areal entstand ein Z-förmiger Neubau mit Wohnungen, Park- und Grünflächen. Keine Spuren erinnern heute vor Ort mehr an die cineastische Vorgeschichte des Grundstücks und die Historie des Volkshauses.