Anstiftung zum Mord
Mann durch Auftragskiller getötet? Prozess in Aachen startet
09.02.2026 – 06:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Hand hält Pistole (Symbolbild): Ein Mann soll den Tod seines Geschäftspartners in Auftrag gegeben haben.
Vor dem Aachener Landgericht beginnt der Prozess gegen einen 62-Jährigen. Er soll 2014 einen Mord beauftragt haben, um Einnahmen zu sichern.
Am Montag (9. Februar) startet vor dem Aachener Landgericht der Prozess gegen einen 62 Jahre alten Mann wegen Anstiftung zum Mord.
Der Angeklagte soll 2014 gemeinsam mit dem späteren Opfer und zwei weiteren Personen an einem Internetgeschäft beteiligt gewesen sein, das Tankkarten im Rahmen eines Schneeballsystems verkaufte. Kunden erhielten demnach Tankgutscheine mit einem höheren Gesamtwert als die eingezahlten Beträge. Sämtlicher Zahlungsverkehr sei über ein Firmenkonto in Hongkong bei einer Bank auf Zypern gelaufen, über das nur der Angeklagte verfügt habe.
Das Opfer habe Einfluss auf eine als Geschäftsführerin eingesetzte Strohfrau gehabt und die zeitweise Sperrung des Kontos im Oktober 2014 veranlasst, weil er aus dem Geschäft aussteigen wollte. Der Angeklagte habe daraufhin seine Einnahmen gefährdet gesehen und beschlossen, das Opfer töten zu lassen.
Ein weiterer Geschäftspartner des Angeklagten habe daraufhin einen Auftragstäter vermittelt. Die Tötung sei gegen Zahlung eines fünfstelligen Betrags vereinbart worden. Am 14. Dezember 2014 soll der Täter das Opfer im Beisein des Geschäftspartners des Angeklagten getötet haben.
Das Landgericht Aachen plant das Urteil für den 25. März 2026.
