Der Tarifkonflikt beim öffentlichen Dienst der Länder dauert an. Noch ist keine Einigung in Sicht. Vor der anstehenden Verhandlungsrunde hat die Gewerkschaft Verdi alle Tarif-Beschäftigten zu einem Streiktag aufgerufen. Davon betroffen ist auch der Freistaat. Die Streiks sollen am Dienstag, 10. Februar, beginnen, in Universitätskliniken teilweise bereits am Montag. Schon am Mittwoch, 28. Januar, hatten unter anderem in Augsburg 250 Beschäftigte von Uni und Uniklinikum gestreikt.

Wie Verdi verkündete, seien auch dieses Mal Unikliniken, Studierendenwerke, Hochschuleinrichtungen, Verwaltungen und weitere Dienststellen betroffen. Das kündigte Verdi in einer aktuellen Pressemitteilung für Bayern an. Die Gewerkschaft geht aktuell von mehreren tausenden Teilnehmenden aus.

Verdi kündigt neuen Streiktag an – auch Bayern ist davon betroffen

„Am Dienstag und in den betroffenen Universitätskliniken bereits am Montag ist mit Einschränkungen im Regelbetrieb zu rechnen. Eine Notfallversorgung bleibt jedoch jederzeit sichergestellt, entsprechende Notdienstvereinbarungen wurden abgeschlossen“, sagte ein Vertreter auf Nachfrage. In München und Erlangen sind zentrale Kundgebungen geplant.

In dem aktuellen Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Konkret geht es um eine Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat sowie höhere Zuschläge für Sonntags- oder Schichtarbeit. Die Fronten gelten momentan als verhärtet.

Streiktag in Bayern: Fronten weiter verhärtet – Länder lehnen Forderungen ab

„Die Vorstellung der Arbeitgeber, dass die Beschäftigten mit einem Inflationsausgleich und vielleicht einem ‚Schnaps obendrauf‘ bei mehreren Leermonaten und einer Laufzeit von 29 Monaten abgespeist werden können, geht an den Realitäten wie steigenden Lebenshaltungskosten und immer größer werdendem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst völlig vorbei“, sagte etwa der stellvertretende Landesbezirksleiter von ver.di Bayern.

Mit Blick auf die Kassenlage lehnen alle Länder, mit Ausnahme von Hessen, die Forderungen ab. Als Angebot wurde zuletzt etwas mehr als ein Inflationsausgleich genannt, wie unter anderem die „Tagesschau“ berichtete. Im Freistaat sind circa 400.000 Tarifkräfte und Beamte betroffen. Der angekündigte Streik findet am Tag vor der dritten Verhandlungsrunde zwischen Verdi, dem Beamtenbund und den Ländern vom 11. bis 13.2. in Potsdam statt.

  • Katharina Ahnefeld

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