US-Präsident Donald Trump hat einen Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus am Jahresende in Aussicht gestellt. „Er kommt ins Weiße Haus, ja, gegen Ende des Jahres“, sagte Trump in einem Interview des Fernsehsenders NBC, das am Mittwoch aufgezeichnet und am Sonntag ausgestrahlt wurde. „Das sind die beiden mächtigsten Länder der Welt, und wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, fügte der US-Präsident hinzu.

Am Mittwoch hatten Trump und Xi miteinander telefoniert. Trump bezeichnete das Telefonat in seinem Onlinedienst Truth Social als „exzellent“ und erklärte, die Beziehungen zwischen den beiden Staaten seien „äußerst gut“. „Meine Beziehung zu China und meine persönliche Beziehung zu Präsident Xi ist eine äußerst gute und wir wissen beide, wie wichtig es ist, dass es so bleibt“, schrieb Trump. Der US-Präsident erklärte, dass er mit Xi über Handel, Taiwan, den Iran und den russischen Krieg gegen die Ukraine gesprochen habe. Zudem sei es um eine Reise nach China gegangen, auf die er sich „sehr freue“.

Xi hatte in dem Telefonat mit Trump nach chinesischen Angaben zu „gegenseitigem Respekt“ aufgerufen, um die Beziehungen zwischen Washington und Peking zu stärken. „Indem wir die Probleme eins nach dem anderen angehen und kontinuierlich gegenseitiges Vertrauen aufbauen, können wir an einem richtigen Weg arbeiten, damit beide Länder miteinander zurechtkommen“, sagte Xi laut dem staatlichen Sender CCTV.

Der demokratische Senator Adam Schiff hat am Sonntag vor möglichen Versuchen von Präsident Donald Trump gewarnt, die Ergebnisse der Kongresswahlen 2026 anzufechten. Sollten die Republikaner Sitze verlieren, könne Trump versuchen, das Resultat zu kippen, sagte Schiff im Interview mit dem US-Sender ABC News. „Ich denke, er beabsichtigt, die Wahlen zu sabotieren“, sagte Schiff. Sollte Trump verlieren, sei er bereit, „irgendeine Art von Maßnahme zu ergreifen, um das Ergebnis zu kippen“. Daran solle niemand zweifeln.

Trump hat jüngst seine Rhetorik rund um die Präsidentschaftswahl 2020 wieder verschärft. Der Präsident behauptet bis heute ohne Belege, die Wahl sei ihm von den Demokraten gestohlen worden. Parallel treiben die Republikaner im Kongress den sogenannten SAVE America Act voran. Das Gesetz sieht vor, dass sich Wähler künftig nur noch mit Nachweis der Staatsbürgerschaft registrieren können – etwa durch Reisepass oder Geburtsurkunde. Ein Führerschein würde nicht ausreichen. Kritiker befürchten, dass Menschen ohne entsprechende Dokumente faktisch vom Wählen ausgeschlossen würden. Es handle sich um einen weiteren Versuch, „die Wahlbeteiligung zu unterdrücken“, sagte Schiff bei ABC.