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Rodler Max Langenhan (26) legte vier Top-Läufe in die Olympia-Bahn, holte in Cortina mit einer komplett überlegenen Leistung Gold. Bis tief in die Nacht feierte Langenhan im Deutschen Haus seinen Triumph. Aber eine Sache musste er am Tag danach loswerden.

Langenhan: „Wenn ich ehrlich sein darf, und da wird mich vielleicht jemand köpfen, ich fand das IOC-Fernseh-Broadcast-Bild richtig schlecht. Unser Sportdirektor vom Weltverband hat da viel versucht zu machen. Ich hoffe, die ändern es wenigstens für Bob, weil einfach dieser ganze Charakter der Bahn durch dieses Fernsehbild total verwaschen wurde.“

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Was Langenhan meint: Bei den Übertragungen werden mehrere Abschnitte der Bahn überhaupt nicht eingefangen. Entscheidende Szenen sind für die Zuschauer so gar nicht zu sehen. Dass Felix Loch im ersten Durchgang in Kurve vier einen ordentlichen Drift hatte, blieb zum Beispiel komplett verborgen. Auch für die Athleten sind die Bilder wichtig, weil sie nach jedem Durchgang eine Analyse ihrer Fahrten machen. Schwer aber, wenn man sie gar nicht komplett sehen kann.

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Quelle: BILD/ Instagram dsv_biathlon09.02.2026

Langenhan: „Am Ende ist es halt dann einfach auch ein bisschen traurig, wenn man die Chance hat und hier einen Haufen Geld vom Broadcast-Team investiert wird. Und ich sage, jedes Weltcup-Bild ist eigentlich besser gewesen.“

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Verantwortlich für die TV-Bilder bei den olympischen Spielen sind übrigens nicht die übertragenden Sender. Die Olympic Broadcasting Services (OBS) produzieren die TV-Bilder zentral und leiten sie an Anstalten der ganzen Welt weiter. Die OBS sind eine Tochter des IOC.

Neu in der Bobbahn ist seit diesen Spielen übrigens eine Drohne, die den Piloten im EIskanal hinterherfliegt. Langenhan: „Also das mit der Drohne, das ist schon ganz cool. Ich habe schon super Werbeaufnahmen damit gehabt. Aber du musst eigentlich die Drohne im Helm hören während der Fahrt, dann werden die Bilder richtig gut. Hier ist die Drohne einfach viel zu weit weg. Aber da gab es wahrscheinlich sicherheitsrelevante Themen.“