Die Summen sind gewaltig: Nicht zuletzt im Süden Deutschlands ist das Wohnen in den vergangenen Jahren richtig teuer geworden. Ein Eigenheim, ob Haus oder Eigentumswohnung, wird zum regelrechten Luxus.
Wohnen: Teure Preise in Bayern und Baden-Württemberg
Das gilt zwischen Baden-Württemberg und Bayern, während zum Beispiel Berlin (noch) besser wegkommt, was Immobilienpreise angeht. Das zeigen neue Erhebungen und Vergleiche. Beliebte Orte zum Leben sind etwa der Bodensee im Südwesten, und die bayerische Landeshauptstadt im bajuwarischen Freistaat. Hier lebt der Autor dieses Artikels. Und er macht sich Gedanken darüber, wo er unter diesen Rahmenbedingungen im Ruhestand leben will.
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Denn: Die Beliebtheit dieser Städte und Regionen geht heutzutage ordentlich ins Geld, wenn es darum geht, sich langfristig einen Wohnsitz mit Alpenpanorama und enormer Freizeitqualität zu erarbeiten. Dabei kommen sowohl München als auch der Bodensee für den Autor infrage. Doch: Die in Deutschland teils ausufernden Immobilienpreise haben dieses Ziel zu einer gewaltigen Herausforderung gemacht.
Das gilt nicht nur für die zwei genannten Beispiele. Unlängst hatte die „Berliner Morgenpost“ anhand von Inseraten beim Online-Marktplatz „ImmoScout24“ deutsche Millionenstädte miteinander verglichen. Maßstab war das zweite Quartal 2025. Die Zahlen hatten und haben es in sich.
Eigentum: Teure Quadratmeterpreise in Berlin und Hamburg
Ein Beispiel: In Berlin kostete eine Eigentumswohnung im Bestand demnach im Schnitt 4737 Euro auf den Quadratmeter, eine neu gebaute Eigentumswohnung durchschnittlich 6996 Euro pro Quadratmeter. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung werden in der Hauptstadt demzufolge im Schnitt bis zu 700.000 Euro fällig – Tendenz steigend.
In Hamburg lagen die Immobilienpreise bei Eigentumswohnungen im Bestand sogar noch höher (5221 Euro im Schnitt), bei einer neu gebauten Eigentumswohnung durchschnittlich dagegen etwas niedriger. In Zahlen: 6749 Euro waren zu diesem Zeitpunkt pro Quadratmeter zu berappen – Tendenz steigend. Und im Süden? Dort, wo der Autor nicht in die Lage kommen will, als Rentner immer noch einen Kredit bedienen zu müssen?
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Wohnen am Bodensee: Eigentum ist in Lindau sehr teuer
Auch dort geht es auf dem Immobilienmarkt richtig zur Sache, während für die Bürger zudem die Lebenshaltungskosten seit Längerem regelrecht galoppieren. Heftig steigende Schnitzelpreise in der Gastronomie seien als greifbares Beispiel genannt. So ist das Wohnen auch am Bodensee sehr teuer geworden. Etwa in Lindau auf der bayerischen Seeseite.
Während es zum Beispiel im benachbarten Ravensburg in Oberschwaben noch Wohnungen im Bestand für 3500 bis 4500 Euro den Quadratmeter gibt, meist nicht renoviert, gestalten sich die Immobilienpreise in erster Reihe am See gänzlich anders.
Ein aktuelles prominentes Beispiel ist das „Vierlinden Quartier“ in direkter Nähe zur Lindauer Therme und zum stark frequentierten Bahnhof Lindau-Reutin. Zwar gibt es im ersten Bauabschnitt des Vierlinden-Quartiers in der Kemptener Straße auch 119 geförderte Wohnungen. Familienfreundlich und bezahlbar, wie es heißt.
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Lindau am Bodensee: Teure Immobilienpreise für Wohnungen
Preise für neue Eigentumswohnungen sind ansonsten aber auch hier hoch. So war, Stand 4. Februar 2026, auf der offiziellen Website des „Vierlinden Quartier“ zum Beispiel eine Zwei-Zimmer-Wohnung im ersten Obergeschoss mit 59,76 Quadratmetern für 391.000 Euro ausgeschrieben. Macht knapp 6542 Euro auf den Quadratmeter. Im vierten Obergeschoss kostet eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 60,77 Quadratmetern dagegen 453.000 Euro.

Auf dem ehemaligen Lindauer Industrieareal wird seit Längerem das neue Vierlinden-Quartier gebaut – mit bestem Blick auf den Bodensee. (Foto: David Balzer)
Macht dann schon 7454 Euro pro Quadratmeter. Dafür müssen viele Bürger hierzulande hart und lange arbeiten. Woanders im Süden der Republik gestaltet sich die Lage aber noch drastischer. Die Rede ist von eben jener bayerischen Landeshauptstadt, die aktuell der Lebensmittelpunkt des Autors ist. Konkret: Laut „Süddeutscher Zeitung“ liegen in der Isarmetropole München die Durchschnittspreise für Immobilien im Bestand bei 7700 Euro je Quadratmeter – Tendenz steigend.
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Eigentum: Immobilienpreise ufern in München aus
Die „Berliner Morgenpost“ berichtet dagegen sogar von einem Durchschnittspreis von 8706 Euro je Quadratmeter im Bestand und von sage und schreibe 11.405 Euro je Quadratmeter bei Münchner Neubau-Wohnungen. Und es gibt richtig extreme Beispiele: So wurde auf dem Online-Immobilienmarkt der „Süddeutschen Zeitung“ jüngst (Stand: 4. Februar 2026) eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 26,11 Quadratmetern in Schwabing nahe dem berühmten Englischen Garten in der bekannten Leopoldstraße angeboten. Und zwar für 415.900 Euro. Macht dann schlappe 15.928 Euro je Quadratmeter.