Tritte gegen Beamte

Polizei geht gegen Sitzblockaden vor

10.02.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 1 Min.

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Montagsdemo in Nürnberg (Archivbild): Demonstranten und Gegendemonstranten rufen viel Polizeipräsenz hervor. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Am Montagabend standen sich erneut die politischen Lager unerbittlich gegenüber. Vor allem ein Vorfall beschäftigt jetzt die Polizei.

In der Nürnberger Innenstadt ist die Polizei am Montagabend erneut gegen Demonstrierende vorgegangen. Die Beamten ermitteln gegen einen Teilnehmer des Gegenprotests wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Gegen 18.30 Uhr versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 60 Personen am Hallplatz. Sie demonstrierten unter dem Motto „Rechtsstaat statt Linksstaat – NGO-Komplex zerschlagen“. An den Montagsdemos nehmen regelmäßig auch Anhänger rechter Gesinnung teil.

Dagegen formiert sich regelmäßig Gegenprotest. Am Montag sind dabei rund 150 Demonstranten zusammengekommen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt. Ab 19.20 Uhr hätten sich Gegendemonstranten am Bahnhofsplatz, am Frauentorgraben, in der Färberstraße und in der Königstraße niedergelassen. Die Aktivisten wollten den Aufzug blockieren, so die Polizei. Die Einsatzkräfte setzten nach eigenen Angaben unmittelbaren Zwang ein, um die Blockaden aufzulösen und um „ein Aufeinandertreffen der verschiedenen politischen Lager zu verhindern“, heißt es.

Ein Teilnehmer des Gegenprotests soll einen Beamten getreten haben, teilte die Polizei mit. Der Beamte sei nicht verletzt worden. Es sei zudem zu einem Versuch der Gefangenenbefreiung gekommen. Die Einsatzkräfte hätten diesen unterbunden, so die Polizei.

Die Versammlung endete gegen 21.30 Uhr nach einer Abschlusskundgebung am Hallplatz. Zahlreiche Einsatzkräfte mehrerer Polizeidienststellen waren im Einsatz. Die Ermittlungen dauern an.