Wahlen in Nürnberg
Vorbereitungen laufen: Die Stadt sucht noch Wahlhelfer
10.02.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Wahlamt der Stadt Nürnberg: Hier herrscht vor der Kommunalwahl Hochbetrieb. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
Ohne sie läuft am Wahltag nichts: Für die Kommunalwahl setzt Nürnberg auf Tausende Wahlhelfer. Wie wichtig diese Tätigkeit ist und was man dafür mitbringen muss.
Am Sonntag, dem 8. März 2026, wird in Nürnberg gewählt. Dann entscheiden die Bürger über das Amt des Oberbürgermeisters und die Sitze im Stadtrat. Ein demokratischer Kraftakt, der auch den Menschen hinter den Kulissen einiges abverlangt. Dafür benötigt die Stadtverwaltung Tausende helfende Hände. Das Wahlamt wirbt deshalb um Unterstützung.
Am Wahltag selbst werden im Stadtgebiet rund 6.000 Wahlhelfer im Einsatz sein. Sie organisieren die Wahlen vor Ort, überprüfen Wahlberechtigungen und zählen am Schluss die Stimmen aus. Meist machen das städtische Mitarbeiter, die dafür eine Aufwandsentschädigung und einen Ausgleichstag erhalten. Aber die Stadt Nürnberg sucht noch weitere Unterstützung. „Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger aktiv am politischen Geschehen teilnehmen“, erklärt die Stadt dazu auf ihrer Webseite.
Rund 1.000 Helfer würden aktuell noch gesucht, teilte das Wahlamt auf Anfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online mit.
Das Interesse an der Tätigkeit als Wahlhelfer sei gleichbleibend gegeben, so das Wahlamt. Im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 habe sich die Lage nicht wesentlich verändert. Werbemaßnahmen und Berichterstattung hätten sich allerdings positiv auf die Bereitschaft ausgewirkt, das Ehrenamt zu übernehmen. Demnach stammten die helfenden Hände aus allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Eine statistische Unterscheidung zwischen städtischen Mitarbeitenden und externen Ehrenamtlichen gebe es nicht.
Was müssen Interessierte zum Amt des Wahlhelfers wissen? „Wahlhelfer kann jede Person werden, die selbst wahlberechtigt bzw. stimmberechtigt ist“, heißt es auf der entsprechenden Webseite. Voraussetzung ist also ein Mindestalter von 18 Jahren. Der Wahltag umfasst den Zeitraum zwischen 7.30 und 18 Uhr, es gibt in der Regel zwei Schichten. Es gibt den Job als Wahlvorsteher, Schriftführer oder Beisitzer – je nachdem winkt eine Aufwandsentschädigung zwischen 110 und 80 Euro. Wer Interesse an dem Amt des Wahlhelfers hat, findet hier weitere Informationen.
Und mit welcher Wahlbeteiligung rechnen die städtischen Experten dieses Mal? Um die 50 Prozent. Diese Einschätzung der Experten im Wahlamt beruht auf den Erfahrungen der vergangenen vier Kommunalwahlen, bei denen sich die Beteiligung jeweils um diesen Wert bewegt habe.
