Tarifkonflikt
Streikwelle droht: Dann legt VHH die Arbeit nieder
Aktualisiert am 10.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Bus der VHH steht an einer Haltestelle (Archivbild): Am Freitag gibt es einen 24 Stunden langen Warnstreik. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer)
Die Gewerkschaft Verdi ruft im Februar an mehreren Tagen zu Streiks bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH auf. Grund sind aktuelle Tarifverhandlungen.
Hamburger, die täglich auf Busse angewiesen sind, müssen sich im Februar nach Alternativen umschauen: Die Gewerkschaft Verdi hat erneut mehrere Streiks angekündigt. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) hätten ein Angebot vorgelegt, das „den Namen nicht verdient“, wie Verdi in einem bei Facebook geteilten Flyer von Donnerstag mitteilt.
Um Druck auf die kommenden Verhandlungen zu erzeugen, kündigte die Gewerkschaft eine Streikwelle an: Am 11. Februar, am 18. Februar und am 25. Februar sind Mitarbeiter der VHH dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.
Am 11. Februar soll ab 3 Uhr nachts gestreikt werden, bis zum Dienstag um 3 Uhr nachts. Welche Betriebshöfe vom Streik betroffen sind, soll am Montag, den 9. Februar, bekannt gegeben werden.
„Harte Zeiten verlangen harte Antworten“, schreibt Verdi. Die nächste Verhandlung ist für den 26. Februar angekündigt. Sollte auch diese aus Sicht der Gewerkschaft keinen Fortschritt erbringen, werde erneut an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gestreikt, heißt es in der Mitteilung von Verdi. In jedem Fall wolle man gesprächsbereit bleiben. „Wir würden eine solche Eskalation gerne vermeiden. Die Arbeitgeber haben es nun in der Hand.“
Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche, einen Zuschlag für Nachtarbeit von 20 bis 6 Uhr sowie einen Mietkostenzuschuss für Auszubildende. Der Arbeitgeber sei den Forderungen, wenn überhaupt, bisher nur minimal entgegengekommen. „Wir erwarten, dass die Geschäftsführung der VHH echte Schritte auf uns zu macht“, so Perroni.
Wie viele Mitarbeiter zum Streik aufgerufen werden, sei noch unklar: „Vielleicht alle, vielleicht nur ein Teil der Betriebshöfe, oder vielleicht nur eine Berufsgruppe“. Die Gewerkschaft wolle darüber rechtzeitig informieren.
