Bundesweit wird am Dienstag auf die Arbeit von Kinderhospizen aufmerksam gemacht. Der Aktionstag soll Familien stärken, deren Kinder unheilbar erkrankt sind. In Deutschland betrifft das rund 50.000 junge Menschen. Die einzige stationäre Einrichtung in Sachsen ist das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig.
„Wir begleiten die Familien nicht nur in der letzten Lebensphase der jungen Patienten, sondern ab dem Moment, wenn die Diagnose gestellt wird“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Herkner.
Die Farbe grün als Zeichen für Solidarität
Hilfe leisteten die Hospizmitarbeiter sowohl über den Verlauf der Krankheit bis zum Versterben der Kinder und sogar darüber hinaus. Die Begleitung sei sehr umfassend. „Sie bezieht sich nicht nur auf die erkrankten Kinder, sondern auch auf die Geschwisterkinder, die Eltern, das erweiterte Umfeld“, so Herkner. Um ein Zeichen für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung für die Kinderhospitzarbeit zu setzen ruft Bärenherz am Dienstag dazu auf, ein grünes Band zu tragen.
Auch Zwickau beteiligt sich an dem bundesweiten Aktionstag. So werden die Kulturstätten Alter Gasometer und Gewandhaus am Abend grün erstrahlen. Koordiniert wird diese Aktion vom Ambulanten Kinder -und Jugendhospizdienst Westsachsen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen über die Themen Krankheit, Sterben und Trauer zu informieren, um die Unterstützungsmöglichkeiten für die Familien transparenter zu gestalten.
Und auch Chemnitz setzt ein Zeichen. Hier wird die über 300 Meter hohe bunte Esse am Abend nur in grüner Farbe leuchten.