Ein Schild mit der Aufschrift „Warnstreik!“ steht am Betriebshof des VHH in Schenefeld.

AUDIO: Wieder Warnstreiks beim VHH (1 Min)

Stand: 10.02.2026 18:58 Uhr

Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich erneut auf Einschränkungen einstellen: Die Gewerkschaft ver.di hat weitere Warnstreiks angekündigt – bis Ende Februar jede Woche einmal. Morgen geht’s los.

Wöchentlich soll jetzt gestreikt werden – aber an unterschiedlichen Orten. Morgen trifft es vor allem den Hamburger Westen und Norden, ebenso Linien in den Kreisen Pinneberg und Segeberg. Zum Warnstreik aufgerufen sind die Fahrerinnen und Fahrer der Betriebshöfe am Volkspark sowie in Norderstedt, Quickborn, Elmshorn und Schenefeld.

Ausmaße des Streiks erst am Mittwoch klar

Spürbar werden die Auswirkungen bis in die Hamburger Innenstadt sein, denn auch die Express- und Metrobusse 1, 2, 3 und X3 werden bestreikt. Ob der Verkehr auf den betroffenen Linien ganz oder nur teilweise ausfällt, entscheidet sich erst am Mittwoch, so das Unternehmen. Erst dann stehe fest, wie groß die Streikbeteiligung ist.

Folgende VHH-Linien können betroffen sein:

Auf folgenden Linien kann es aufgrund des Streiks zu Fahrtausfällen kommen: X3, X21, X95, 1, 2, 3, 15, 21, 22, 184, 185, 186, 188, 189, 195, 196, 281, 284, 285, 286, 288, 289, 384, 385, 388, 395, 488, 588, 594, 601, 7141, 193, 194, 278, 293, 294, 295, 296, 378, 393, 394, 478, 492, 493, 494, 578, 593, 594, 595, 793, 794.

U- und S-Bahnen sollen wie gewohnt fahren

Anders als beim Warnstreik in der vergangenen Woche sind diesmal aber nur die VHH-Busse betroffen. U- und S-Bahnen, AKN und Hochbahnbusse fahren wie gewohnt. Im Arbeitskampf bei der VHH geht es um Arbeitszeitreduzierung und Zulagen.

Ver.di fordert 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld

Ver.di fordert für die VHH-Beschäftigten unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Die Arbeitgeberseite habe aber nur eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 angeboten und sei auf die Urlaubsgeldforderung gar nicht eingegangen, klagte ver.di. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar geplant.

Die VHH haben nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeitende und etwa 800 Busse. Sie bezeichnen sich als das drittgrößte kommunale Busunternehmen Deutschlands. Die VHH sind überwiegend im Besitz der Stadt Hamburg.

Ein leerer Zugang zu einem Hamburger U-Bahnhof.

Keine U-Bahnen, kaum Busse: Ein Warnstreik bei Hochbahn und VHH traf viele Hamburger. Streikende versammelten sich zu einer Demo.

Eine Anzeigentafel weist am U-Bahnhof Barmbek auf einen Warnstreik im öffentlichen Dienst hin

Die Gewerkschaft ver.di hatte am Montag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. In Hamburg fuhren keine U-Bahnen, aber einige Busse und die S-Bahn.