19:01 Uhr | Kallas: kein bevorstehender Durchbruch Russlands

Geheimdiensterkenntnisse deuten nach Angaben von EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nicht auf einen bevorstehenden russischen Durchbruch im Angriffskrieg gegen die Ukraine hin. „Russland gewinnt nicht. Im Gegenteil: Die Verlustraten steigen deutlich“, sagte Kallas. Die Regierung in Moskau stehe nun vor dem Problem, dass sie zur Rekrutierung von zusätzlichen Soldaten entweder die Zahlungen erhöhen oder eine neue Mobilmachung einleiten müsste.

Die Außenbeauftragte kündigte zudem an, dass sie bei den EU-Staaten dafür werben will, sich in dem von US-Präsident Donald Trump initiierten Verhandlungsprozess für deutlich weitreichendere Zugeständnisse Russlands einzusetzen. Vorschläge dazu sollten beim nächsten Außenministertreffen in knapp zwei Wochen diskutiert werden. (Quelle: dpa)

15:38 Uhr | Ukraine beschießt besetzten Teil von Saporischschja

Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ziele im russisch besetzten Gebiet Saporischschja angegriffen. Laut dem ukrainischen Generalstab wurden ein Ort getroffen, in dem Kleindrohnen gebaut und Piloten ausgebildet werden, sowie ein Befehlsstand für Drohneneinsätze. Unabhängige Bestätigungen gibt es nicht.

Die russische Besatzungsverwaltung meldete ebenfalls zahlreiche ukrainische Drohnenangriffe. In mehreren Regionen kam es zu Stromausfällen. In dem Dorf Skelky sei eine Trauergesellschaft getroffen worden. Es gebe einen Toten und sechs Verletzte. Außerdem sei eine erst kürzlich reparierte Hochspannungsleitung zum Kernkraftwerk Saporischschja zerstört worden; die IAEA wurde informiert. (Quelle: dpa)

15:29 Uhr | Russische Drohnenangriffe auf Odessa und Donezk

Als Folge des russischen Angriffs auf die Region Odessa sind dort den örtlichen Behörden zufolge 95.000 Menschen ohne Strom. Besonders betroffen sei der Ort Kilja, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Dort seien mehr als 200 Gebäude, in denen 9.000 Menschen lebten, auf Elektrizität auch für die Heizung angewiesen.

Laut ukrainischer Luftwaffe hat Russland 125 Drohnen über der Ukraine eingesetzt. Davon seien 110 abgeschossen oder außer Gefecht gesetzt worden. Nach ukrainischen Angaben ist bei einem Luftangriff auf die Region Donezk eine Mutter und ihre elfjährige Tochter ums Leben gekommen. Gouverneur Wadym Filaschkin teilte auf Telegram mit, 14 weitere Personen seien bei dem Angriff auf die Stadt Slowjansk verletzt worden. (Quelle: Reuters)

15:17 Uhr | IOC untersagt ukrainischem Athleten Gedenkhelm

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Athleten Wladyslaw Heraskewytsch untersagt, bei den Winterspielen in Mailand einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Landsleuten zu tragen. Ein IOC-Vertreter habe ihm am Montag mitgeteilt, dass der Helm gegen die Regel zu politischen Äußerungen verstoße, sagte Heraskewytsch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Olympische Charta verbietet politische Demonstrationen an den Austragungsorten. Auf dem Helm sind nach Angaben des Athleten die Namen von im Krieg getöteten Ukrainern abgebildet, darunter auch persönliche Freunde.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Entscheidung des IOC scharf. Heraskewytsch erinnere die Welt an den Preis des ukrainischen Kampfes, schrieb Selenskyj auf Telegram. (Quelle: Reuters)