Nicht nur zum Valentinstag

Ungewöhnliches Partyformat: Wenn Fremde kuscheln

Aktualisiert am 10.02.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kuschelpartys (Archivbil): Teilnehmende kommen zusammen, weil sie Körperkontakt suchen. (Quelle: Kerstin Kokoska/imago)

Kuscheln gefällig? Ein ungewöhnliches Veranstaltungsformat soll Menschen gegen Einsamkeit helfen. Auch in der Region werden regelmäßig Kuschelpartys angeboten.

Der Valentinstag steht bevor. Ein Tag, an dem sich manche Menschen besonders alleine fühlen. Ein ungewöhnliches Veranstaltungsformat setzt da an, wo Nähe und Berührung fehlen.

Einen Tag davor etwa treffen sich in einem kleinen, angemeldete Rahmen wieder Menschen zum Kuschelabend. Hier gehe aus ausdrücklich nicht um Sex, heißt es auf der entsprechenden Webseite. Es gehe vielmehr um Körperkontakt – ganz ohne Hintergedanken. Das Angebot richtet sich an alle, die Nähe vermissen.

Melanie Fritz beispielsweise bietet solche Veranstaltungen seit Jahren an. Sie schreibt auf ihrer Webseite von Kuscheln als „menschlichem Grundbedürfnis“, das wichtig für das seelische und körperliche Wohlbefinden sei. Jedoch: „In unserer Gesellschaft existieren im Alltag dafür wenig Räume und Gelegenheiten.“

Die Heilpraktikerin aus Erlangen bietet daher einen geschützten Rahmen, in dem sich Fremde hautnah begegnen können. Dafür gelten feste Regeln und Grenzen. „Lachen, Spaß und Lebensfreude sind selbstverständlich ein Teil des Abends.“

Teilnehmen können Menschen zwischen 18 und 80 Jahren, Singles ebenso wie Paare. Die Gruppen bleiben bewusst überschaubar: In der Regel kommen 20 bis 25 Personen zusammen, etwa gleich viele Frauen und Männer. Eine Anmeldung ist verpflichtend. Die Kosten liegen zwischen 20 und 30 Euro, Frauen zahlen beim ersten Besuch einmalig zehn Euro. Die Partys finden ein bis zwei Mal im Monat statt. Hier geht es zur Terminübersicht.

Neben dem Angebot in Erlangen gibt in der Region weitere Kuschelpartys. So wird in Nürnberg am Samstag, dem 21. März, ein ganztägiger Kuscheltag angeboten. Die Veranstaltung dauert von 13 bis 21 Uhr und findet im Navuna House, „Blaues Haus“ statt. Auch hier steht absichtslose Berührung im Mittelpunkt – eingebettet in Musik, einfache Begegnungsübungen, Tanz, Wahrnehmungsübungen und Verwöhnrituale. Kleidung bleibt an, Alkohol und Drogen sind tabu. Die Teilnahme kostet 80 bis 100 Euro. Hier gibt es mehr Informationen.