„Die Kindersitzung zu organisieren, war mit sehr viel Arbeit verbunden“, sagte Bernd Schlösser, Präsident der Karnevalsgesellschaft Nökercher Jecke am frühen Sonntagmachmittag in der Peter-Bamm-Halle. Umso erfreulicher, dass sich die Arbeit gelohnt hatte. Im Gegensatz zum Vorjahr war die Veranstaltung schon ziemlich früh komplett ausverkauft. Rund 480 überwiegend verkleidete Menschen, Eltern mit ihren Kindern, sorgten für ein kunterbuntes Bild in der geräumigen Halle. Der Erlös der Veranstaltung soll zu einhundert Prozent dem Kinderhospiz in Wuppertal-Burgholz zugutekommen.

Zu den umfangreichen Vorbereitungen gehörte unter anderem, rund 650 Luftballons aufzublasen. Der Gummi-Geruch, der im Laufe des Nachmittags immer stärker wurde, kam aber nicht von der Deko: Es wurden nämlich aus Luftballons während der Sitzung vor allem Tiere aus Ballons geformt. Lotti und Lotta waren als Clowns engagiert worden, Lara Götsch war in die Rolle der Sitzungspräsidentin geschlüpft. Kinder der drei Kitas hatten jeweils einen Tanz einstudiert. Mit ihren Erzieherinnen zeigten sie auf der Bühne, was sie gelernt hatten, und den Applaus dürften sie so schnell nicht vergessen. Bernd Schlösser begrüßte unter anderem den neuen Bürgermeister Philipp Sieben – er trug zum schwarzen Anzug einen goldfarbenen Zylinder und kündigte an, den Rathausschlüssel nicht aus der Hand geben zu wollen während der närrischen Tage. Aber was bislang immer geklappt hat, dürfte auch diesmal klappen.

Die 19. Kindersitzung begann mit einem „Vorhang auf und Bühne frei“ und mit einem Strahlen im Gesicht von über 300 Kindern in den unterschiedlichsten Verkleidungen. Ob Kuh oder schöne Orientalin: Auch die Mütter waren fast ausnahmslos verkleidet erschienen, bei den Männern war es immerhin der überwiegende Teil. Die Clowns Lotti und Lotta waren engagiert worden, ansonsten sorgten „Eigengewächse“ für beste Stimmung. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Kinder noch brav in Reih‘ und Glied bei ihren Eltern gesessen. Später nahmen sie direkt vor der Bühne Platz, um alles hautnah miterleben zu können. Das Clownspaar versuchte, über ein Seil zu balancieren, das zwei starke Väter hochhielten. Die „Jonglage“ sollte erst so einigermaßen gelingen, als das Seil auf dem Boden lag. Auch da hatten die feigen Clowns immer noch Angst.

Laura Dolde legte einen Solotanz aufs Parkett, Julia Schmitz war in die Rolle des Hoppediz geschlüpft. Später ließ sich auch noch die Garde, besetzt mit allen Altersklassen, auf der Bühne blicken. Die Zeit sollte rasend schnell vergehen: Das kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Karnevalsnachmittag als ziemlich unterhaltsam rüberkam. „Das ist ein tolles Bild von hier oben“, freute sich der Vorsitzende. Er wusste spätestens jetzt, dass sie sich Mühen gelohnt haben sollten.