Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für den Umgang mit Drohnen in Europa vorgestellt. Anlass sind Drohnenvorfälle an Flughäfen und Militäreinrichtungen, die im vergangenen Jahr in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, für Aufsehen sorgten. „Wir haben gesehen, dass alles als Waffe gegen uns genutzt werden kann“, sagte EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen bei der Präsentation.
Künftig soll jede in der EU verkaufte Drohne einem Menschen zugeordnet werden können. Zu diesem Zweck will die Kommission das Mindestgewicht, ab dem private Drohnen registriert werden müssen, von 250 auf 100 Gramm senken. Damit reagiere die EU auf die technologische Entwicklung, durch die Drohnen immer kleiner und leichter würden, sagte ein EU-Beamter der Nachrichtenagentur dpa.
Darüber hinaus plant die Kommission, bis Ende des Jahres gemeinsam mit den Mitgliedstaaten eine Übersicht über Flugverbotszonen zum Schutz kritischer Infrastruktur zu erstellen. Im kommenden Jahr sollen dann technische Voraussetzungen für sogenanntes Geofencing geschaffen werden. Damit sind virtuelle Karten gemeint, die in Drohnen hochgeladen werden können, um versehentliche Einflüge in geschützte Bereiche zu verhindern.
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