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Berlin – Die kriminelle Energie der Clans nimmt immer weiter zu. Schießereien gehören zum Alltag, das war vor 15 Jahren noch undenkbar in Berlin.
Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) hat ungewöhnlich klare Worte zur ausufernden Clan-Kriminalität in Berlin gefunden. Die überwiegend arabischen Clans würden über familiäre oder andere persönliche Kontakte immer mehr Menschen anziehen, sagte sie dem RBB. Auf offener Straße würden Revierkämpfe ausgetragen, es gehe dabei um die Aufteilung der Stadt, Drogengeschäfte und Schutzgelderpressung.
Schießereien und sogar der Einsatz von Handgranaten seien an der Tagesordnung. Täter würden aus dem Ausland nach Berlin gebracht, um Geschäftsleute hier zu bedrohen, die aus demselben Herkunftsland stammen.
Das Bundeskriminalamt (BKA) definiert Clans als „ethnisch abgeschottete Subkulturen“, die mafiös aufgebaut sind, nach eigenen Gesetzen leben und das deutsche Rechtssystem verachten.
13 Ausländer-Clans in Berlin Teil der organisierten Kriminalität
In Berlin werden etwa 13 arabische und kurdische Clans mit insgesamt mindestens 10000 Mitgliedern zur organisierten Kriminalität gezählt. Sie treten vollkommen ungeniert öffentlich auf, zuletzt am 23. Januar, als Männer von „El Zein“, „Chahrour“ und „Remmo“ bei der Trauerfeier für den verstorbenen Mafia-Boss Mehmet K. auftauchten. Clan-Chef Issa Remmo trug mit Sohn Yassin den Sarg aus der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln.
Die kriminelle Energie der Clans nimmt immer weiter zu. Schießereien gehören zum Alltag, das war vor 15 Jahren noch undenkbar in Berlin. Es ist gut, dass die Justizsenatorin auf diese Gefahr hinweist. Ich hätte allerdings erwartet, dass uns der Senat vor diesen Banden schützt, anstatt die Gefahr nur zu beschreiben.
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