
AUDIO: Streik Lufthansa hat Auswirkungen für Hamburger Flughafen (1 Min)
Stand: 11.02.2026 19:08 Uhr
Passagiere der Lufthansa müssen in Hamburg und Hannover am Donnerstag den ganzen Tag mit Flugausfällen und -änderungen rechnen. Sowohl die rund 4.800 Pilotinnen und Piloten als auch die rund 20.000 Beschäftigten des Kabinenpersonals sind zum Streik aufgerufen. Die Lufthansa hat umfangreiche Streichungen angekündigt, unklar ist aber, wieviele Flüge wirklich ausfallen.
Auch Flüge von und nach Hamburg werden voraussichtlich betroffen sein. Am Hamburger Flughafen hat Lufthansa für Donnerstag jeweils zwölf Ankünfte und Abflüge von und nach Frankfurt geplant – außerdem jeweils zehn Ankünfte und Abflüge von und nach München. Das teilte der Hamburger Flughafen am Mittwoch mit. Diese Verbindungen könnten vom Streik betroffen sein. Passagiere werden demnach gebeten, sich direkt an Lufthansa zu wenden. Die Fluggesellschaft teilt auf ihrer Internetseite mit, dass sie Gäste automatisch benachrichtigt, wenn ihr Flug betroffen sein sollte. Innerdeutsche Tickets können laut Lufthansa in Fahrkarten für die Bahn umgewandelt werden. Auch Umbuchungen sollen möglich sein, zum Beispiel auf die nicht bestreikten Lufthansa-Töchter Eurowings oder Discover.
Auch Flughafen Hannover betroffen
In Hannover betrifft der Streik den Flughafen Hannover-Langenhagen. Unter anderem sollen Abflüge der Lufthansa CityLine bestreikt werden. Von den neun Starts und neun Landungen der Lufthansa seien bisher jeweils sechs abgesagt worden, so eine Sprecherin am frühen Nachmittag. Noch im Plan standen gegen 14 Uhr eine Verbindung von und eine nach Frankfurt am Vormittag sowie zwei Verbindungen von und zwei nach München, die von der Tochter Lufthansa City Airlines durchgeführt werden.
Gewerkschaften wollen Betriebsrenten und neue Tarifverträge
Aufgerufen zum Streik haben die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), die Mitarbeitende in der Kabine vertritt. Die Piloten streiken laut Aufruf der VC für höhere Übergangs- und Betriebsrenten. Die UFO will einem Sprecher zufolge mit dem Warnstreik Verhandlungen zu verschiedenen Tarifverträgen erzwingen. Ufo will hier einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der bislang vom Management verweigert werde.
Kritik von der Lufthansa
Die Lufthansa hat den Streikaufruf von den Gewerkschaften der Piloten und des Kabinenpersonals heftig kritisiert. Personalvorstand Michael Niggemann sprach von einer völlig unnötigen Eskalation. Eine Lösung könne es nur am Verhandlungstisch geben. Die finanziellen Forderungen bezeichnete er als übertrieben.

Am 9. Februar 1976 wird in Hamburg ein Airbus A300 an die Lufthansa übergeben. Es ist das erste Flugzeug einer bis heute währenden Kooperation.

Am Donnerstag könnten zahlreiche Flüge wegen eines Lufthansa-Streiks ausfallen. Reisende haben Anspruch auf Ersatzbeförderung.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.02.2026 | 16:00 Uhr