Die Saalestrombrücke zwischen Halle-Ammendorf und Schkopau ist seit Freitag für den Straßenbahnverkehr gesperrt. Laut Hallescher Verkehrs-AG (HAVAG) ist deren schlechter Zustand dafür verantwortlich. Die 60 Jahre alte Brücke besteht aus „Hennigsdorfer Spannstahl„, wie das Unternehmen MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte. In Magdeburg sind mehrere marode Brücken abgerissen worden, in denen dieser Stahl ebenfalls verbaut war. Weitere Abrisse stehen bevor. Auch für die eingestürzte Carolabrücke in Dresden wurde er genutzt.
Gutachter bestätigen maroden Zustand der Brücke
Bei einer der regelmäßigen Prüfungen sei aufgefallen, dass die Saalestrombrücke Schäden am Traggerüst aufweise. Die Sicherheitsanforderungen für einen zuverlässigen und sicheren Straßenbahnbetrieb seien so nicht mehr erfüllt.
Ersatzverkehr eingerichtet: Busse fahren zwischen Ammendorf und Schkopau
1.200 Fahrgäste nutzen die Strecke laut HAVAG zwischen Halle-Ammendorf und Schkopau täglich. Die müssen nun auf Busse umsteigen. Die Straßenbahnlinie 5 verkehrt demnach nur noch bis Ammendorf. Im Spätverkehr wird die Linie 95 zwischen Trotha und Ammendorf eingesetzt.
Im Saalekreis fährt die Linie 5 zwischen Bad Dürrenberg/Markt und Schkopau/Buna-Werke. Die Buslinie fährt wie bisher im Takt der Straßenbahn.
Neubau der Saalestrombrücke in Planung
Für die nun gesperrte Saalestrombrücke ist laut HAVAG bereits ein Neubau in Planung. Erst im vergangenen Jahr war zwischen HAVAG und Saalekreis vertraglich vereinbart worden, dass die Linie bis 2039 weiter betrieben werden soll.