Tesla-Werksleiter André Thierig sagte dem rbb am Mittwoch: „Was da gestern passiert ist, wenn es sich im Rahmen der Ermittlungen als wahrheitsgemäß herausstellen sollte, ist ein Skandal. Der Betriebsrat und die Betriebsratssitzung sind ein sehr, sehr geschützter Raum und das zu Recht und der unerlaubte Mitschnitt ist natürlich total verboten.“
Was das für einen Einfluss auf die Wahl hat, sei schwer vorherzusagen, so Thierig. Man habe die Belegschaft am Dienstag über den Vorfall in einer E-Mail informiert.
Der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, sieht die Sachlage anders: „Für uns ist hier eine klare Grenzüberschreitung passiert. Das wirkt wie ein vorbereitetes Theaterstück.“ Es seien keine Aufnahmen erfolgt: „Die IG Metall ist die größte Gewerkschaft dieses Landes. Ziemlich traditionsreich, ziemlich erfahren. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass unsere Beschäftigten so doof sind.“
Otto hofft, dass es schnell zu einer Aufklärung und einem Abschluss der Ermittlungen kommt, „weil dann können wir darüber sprechen, wer hier Behauptungen in die Welt stellt und wer am Ende hier auch dreist lügt, um offensichtlich eine Betriebsratswahl zu beeinflussen“.