Neuer Stützpunkt mit bis zu 15.000 Soldaten
Russischer Aufmarsch an finnischer Grenze
Aktualisiert am 12.02.2026 – 04:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Russische Soldaten im Einsatz: Der Kreml rüstet an der Grenze zu Finnland auf. (Quelle: IMAGO/Sergey Bobylev/imago)
Russland rüstet an der Nato-Grenze auf. Nahe der finnischen Grenze schreitet der Ausbau eines Stützpunktes voran.
Der finnische Sender Yle hat neue Satellitenaufnahmen eines lange Zeit verlassenen russischen Militärstützpunkts unweit der Grenze ausgewertet. Sie zeigen, dass in Petrosawodsk offenbar Vorbereitungen für einen Ausbau weitergetrieben werden. Im vergangenen Jahr hatte die amerikanische Analystengruppe Black Bird Group erstmals über erste Arbeiten berichtet.
Der Stützpunkt bei Petrosawodsk befindet sich etwa 160 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt. Bereits jetzt befinden sich in der Region Karelien, von der Petrosawodsk die Hauptstadt ist, ein Luftwaffenstützpunkt und ein Depot für militärische Ausrüstung, so Yle. Etwa 3.000 Soldaten sowie 80 Kampfjets seien bislang dort stationiert.
Laut dem finnischen Militärexperten und Ex-Major Marko Eklund wird die renovierte Garnison wahrscheinlich von einem neuen Armeekorps genutzt werden. Im Jahr 2024 habe Russland das 44. Armeekorps in der Republik Karelien gegründet, was in der Praxis etwa 15.000 zusätzliche Soldaten bedeute.
Im Sommer 2024 war die Garnison noch immer ein verwildertes, heruntergekommenes Gelände, obwohl es für Ausbildungszwecke genutzt wurde, wie Satellitenbilder zeigen, die Yle vorliegen. Im vergangenen Jahr gab es dann erste Veränderungen. „Es scheint, als sei dort eine Art Wartungstruppe eingerichtet worden, oder es könnte sich sogar um die Anfänge einer Brigade von Truppen handeln, die in der Region Karelien aufgestellt werden soll“, sagt Eklund, der die Satellitenbilder für den Sender analysiert hat. Im vergangenen Oktober wurden dann nach Yle-Informationen bis zu 50 Lastwagen gezählt, die dort unterwegs waren.
