
AUDIO: Streik Lufthansa hat Auswirkungen für Hamburger Flughafen (1 Min)
Stand: 12.02.2026 06:03 Uhr
Passagiere der Lufthansa müssen heute in Hamburg und Hannover den ganzen Tag mit Flugausfällen und -änderungen rechnen. Sowohl die rund 4.800 Pilotinnen und Piloten als auch die rund 20.000 Beschäftigten des Kabinenpersonals sind zum Streik aufgerufen. Die Lufthansa hat umfangreiche Streichungen angekündigt.
In Hamburg wurden nach Angaben des Flughafens bislang insgesamt 20 Flüge nach München und Frankfurt gestrichen. Nur jeweils ein Lufthansa-Flug nach München und Frankfurt soll planmäßig stattfinden. Nicht betroffen sind Flüge der Lufthansa-Töchter Eurowings und Discover.
Passagierinnen und Passagiere werden demnach gebeten, sich direkt an Lufthansa zu wenden. Die Fluggesellschaft teilt auf ihrer Internetseite mit, dass sie Gäste automatisch benachrichtigt, wenn ihr Flug betroffen sein sollte. Innerdeutsche Tickets können laut Lufthansa in Fahrkarten für die Bahn umgewandelt werden. Auch Umbuchungen sollen möglich sein.
Auch Flughafen Hannover betroffen
In Hannover betrifft der Streik den Flughafen Hannover-Langenhagen. Unter anderem sollen Abflüge der Lufthansa CityLine bestreikt werden. Nach Angaben des Flughafens Hannover fallen vier Flüge nach Frankfurt sowie zwei nach München aus. Zwei Flüge nach München sowie einer nach Frankfurt sollen dagegen planmäßig stattfinden.
Gewerkschaften wollen Betriebsrenten und neue Tarifverträge
Aufgerufen zum Streik haben die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), die Mitarbeitende in der Kabine vertritt. Die Piloten streiken laut Aufruf der VC für höhere Übergangs- und Betriebsrenten. Die UFO will einem Sprecher zufolge mit dem Warnstreik Verhandlungen zu verschiedenen Tarifverträgen erzwingen. Ufo will hier einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der bislang vom Management verweigert werde.
Kritik von der Lufthansa
Die Lufthansa hat den Streikaufruf von den Gewerkschaften der Piloten und des Kabinenpersonals heftig kritisiert. Personalvorstand Michael Niggemann sprach von einer völlig unnötigen Eskalation. Eine Lösung könne es nur am Verhandlungstisch geben. Die finanziellen Forderungen bezeichnete er als übertrieben.

Am 9. Februar 1976 wird in Hamburg ein Airbus A300 an die Lufthansa übergeben. Es ist das erste Flugzeug einer bis heute währenden Kooperation.

Am Donnerstag könnten zahlreiche Flüge wegen eines Lufthansa-Streiks ausfallen. Reisende haben Anspruch auf Ersatzbeförderung.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.02.2026 | 06:00 Uhr