Die Kriminalpolizei Augsburg hat am Dienstag eine großangelegte Razzia gegen mehrere Verdächtige durchgeführt. Nach Auskunft der Polizei sollen die Beschuldigten gefälschte Belege eingereicht haben, um staatliche Fördergelder für Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden zu erhalten. Diese Gelder, laut Ermittlungen ein siebenstelliger Betrag, investierten die Verdächtigen dann allerdings offenbar in private Luxusgüter und andere Immobilien.

Bei der Aktion am Dienstag wurden von den Ermittlern 40 Gebäude im Raum Augsburg und Dillingen durchforstet. „Bei den Objekten handelte es sich um private sowie gewerbliche Immobilien“, heißt es. Nach Angaben der Polizei wurden in der Region Häuser sowohl in der Stadt als auch im Landkreis Augsburg durchsucht.

Vorwurf Betrug in Millionenhöhe: Die Polizei in Augsburg ermittelt gegen drei Männer

Der Razzia waren längere Ermittlungen des Kommissariats für Geldwäsche und des Kommissariats für Wirtschaftskriminalität vorausgegangen. Juristisch geht es unter anderem um den Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges, der Geldwäsche sowie des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. Die Beschuldigten hatten laut Mitteilung der Polizei im großen Stil Fördermittel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt, die behaupteten „baulichen Veränderungen wurden jedoch nie vollzogen und stattdessen gefälschte Belege und Rechnungen bei der Behörde eingereicht“. Insgesamt entstand dadurch nach aktuellem Stand der Ermittlungen ein Vermögensschaden im mittleren siebenstelligen Eurobereich.

Die drei beschuldigten Männer sollen noch heute in Untersuchungshaft kommen. Bei ihnen handelt es sich um zwei 25-Jährige und einen 43-Jährigen. Sie besitzen die ukrainische und deutsche Staatsangehörigkeit.

  • Bianca Dimarsico

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Augsburg

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Razzia

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis