„Christoph 13“ aus Bielefeld ist ein wichtiger Rettungshelfer in der Region. Die Bilanz zeigt, wie vielfältig die Aufgaben des Hubschraubers sind.
Bielefeld (gl) – Zivilschutzhubschrauber sind ein wesentlicher Bestandteil der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und gewinnen vor dem Hintergrund aktueller weltpolitischer Entwicklungen erneut an Bedeutung. Teil des Notarztdiensts Bielefeld ist der Zivilschutzhubschrauber „Christoph 13“. Die Stadt Bielefeld hat nun die Bilanz des Hubschraubers aus dem Jahr 2025 vorgestellt.
„Christoph 13“ ist im Jahr 2025 insgesamt 1120 Einsätze geflogen. Im Jahr 2024 waren es 1109. Dabei wurden 796 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt, 195 Personen luftgestützt transportiert sowie 22 dringende Sekundärverlegungen zwischen Kliniken, auch über die Grenzen von OWL hinaus, durchgeführt, teilt die Stadt mit. „Die gleichbleibend hohen Einsatzzahlen unterstreichen erneut die große Bedeutung von Christoph 13 für die Region Ostwestfalen-Lippe“, heißt es in einer Mitteilung.
Dabei ist „Christoph 13“ nicht nur in der Stadt Bielefeld unterwegs, sondern die Einsätze verteilen sich regional: 469 Einsätze gab es im Kreis Bielefeld, 170 im Kreis Lippe, 154 im Kreis Gütersloh, 29 im Kreis Herford, 48 im Kreis Minden-Lübbecke, 64 im Kreis Paderborn, 53 im Kreis Höxter sowie 130 Einsätze außerhalb des unmittelbaren Einsatzgebietes.
Laut Mitteilung machten den größten Anteil der Einsätze im Jahr 2025 internistische Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwere Atemstörungen aus. Im Vergleich zu bodengebundenen Rettungsmitteln ist der Anteil bei der Versorgung von Unfallverletzten jedoch deutlich höher. Als sogenannter Primär-Hubschrauber kommt „Christoph 13“ insbesondere dann zum Einsatz, wenn ein zeitlicher Vorteil für die Patienten zu erwarten ist, der örtlich zuständige Rettungsdienst ausgelastet ist oder die Einsatzlage eine besondere Versorgung oder Transportweg erwarten lässt. Darüber hinaus werden Rettungshubschrauber eingesetzt, wenn Patienten über größere Entfernungen schnell und zugleich möglichst schonend transportiert werden müssen.
Auffällig im Jahr 2025 waren die gestiegene Zahl an Transporten sowie eine Zunahme von Einsätzen außerhalb des Stadtgebietes, teilt die Stadt mit. In Bielefeld wurde aufgrund der deutlich angestiegenen Einsatzzahlen der bodengebundenen Notfallrettung das Notarztsystem erweitert. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung des Hubschraubers innerstädtisch und ermöglicht es, die im Erlass zum Einsatz von Luftfahrzeugen im Rettungsdienst definierten Aufgaben noch gezielter zu erfüllen.
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