Behörde untersucht Fälle

Doppel-Erdbeben erschüttert Region rund um Bremen

12.02.2026 – 09:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Seismograf (Symbolfoto): In der Region rund um Bremen gab es zuletzt immer wieder Erdbeben. (Quelle: IMAGO/Muhammad Iqbal/imago)

Zwei Mal kurz hintereinander bebt die Erde nahe Bremen. Die zuständige Behörde erhält zahlreiche Anrufe besorgter Anwohner und untersucht die Fälle.

Am südwestlichen Rand von Visselhövede, rund 60 Kilometer von Bremen entfernt, hat es am Donnerstag gleich zweimal gebebt. Wie der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) mitteilte, registrierten die Experten um 4.57 Uhr ein erstes Erdbeben der Stärke 2,1. Am Abend folgte um 20.37 Uhr ein zweites Beben – diesmal mit einer Lokalmagnitude von 2,6.

Das Epizentrum lag jeweils rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede im Drei-Landkreise-Eck von Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis. Besonders das zweite Beben war spürbar: Bis 22 Uhr gingen beim NED rund 20 Meldungen von Anwohnern ein, die Erschütterungen wahrgenommen hatten.

Ab einer Magnitude von 1,9 können Menschen seismische Ereignisse in Niedersachsens Erdgasfördergebieten „erfahrungsgemäß wahrnehmen“, teilte der Erdbebendienst mit. Schäden seien nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu erwarten.

Bereits am Morgen hatte es nahezu an derselben Stelle ein Beben gegeben. Eine „räumliche und zeitliche Nähe von seismischen Ereignissen ist immer wieder zu beobachten“, erklärte der NED.

Das Epizentrum liegt zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor. Die Förderung von Erdgas kann Spannungen im tiefen Untergrund verursachen. Werden diese an Schwächezonen ruckartig abgebaut, entstehen sogenannte induzierte Erdbeben – also Beben, die durch menschliche Eingriffe mit ausgelöst werden können. Die genaue Ursache der aktuellen Ereignisse werde derzeit noch untersucht, hieß es.

Anwohner, die die Erschütterungen bemerkt haben, können ihre Beobachtungen über einen Online-Fragebogen des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie melden. Diese Angaben helfen nach Behördenangaben bei der unabhängigen Bestimmung des Epizentrums und bei der Einschätzung möglicher Auswirkungen.

Im Schnitt registriert der Erdbebendienst in Niedersachsen rund fünf seismische Ereignisse pro Jahr. Etwa ein Drittel davon liegt oberhalb der Wahrnehmungsschwelle von 1,9.