Sprengung Flutlichtmasten Jahn-Sportpark (Quelle: IMAGO / Matthias Koch)

Stand: 12.02.2026 12:14 Uhr

Im Berliner Jahn‑Sportpark sind am Donnerstag zwei Flutlichtmasten gesprengt worden. Dazu wurde ein Sperrkreis gezogen und der Verkehr eingeschränkt.

  • Im Berliner Jahn-Sportparkt sind zwei Masten kontrolliert gesprengt worden
  • Masten etwa 50 Meter hoch
  • Großräumiger Sperrkreis wurde gezogen, Wohnungen waren nicht betroffen
  • Knall bis zu 100 Dezibel, Sicherheitssignale vor der Zündung

Im Friedrich‑Ludwig‑Jahn‑Sportpark im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sind die zwei östlichen Flutlichtmasten am Donnerstagvormittag gesprengt worden.

Bis 10 Uhr wurde der Sicherheitskreis rund um das Gelände einschließlich der Max-Schmeling-Halle und Teilen des Mauerparks gesperrt. Die Sprengung der Lichtanlagen erfolgte gegen 11:30 Uhr.

Die Anwohner der umstehenden Nachbargebäude wurden bereits im Vorfeld informiert und konnten in ihren Wohnungen bleiben. Viele Anwohner beobachteten die Sprengung von den Absperrungen aus.

Auch Verkehr und die Tramlinie M10 waren für die Sprengung eingeschränkt worden. Die Maßnahmen sollten aber zeitnah wieder aufgehoben werden.

Gesprengter Flutlichtmast im Berliner Jahn-Sportpark

Bis zu 100 Dezibel möglich

Die Stahlkonstruktionen aus dem Jahr 1987 mussten im Zuge der zukünftigen Bauarbeiten weichen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am Dienstag mit. Der Rückbau ist demnach Teil des Umbaus zu einem inklusiven Sportpark.

Die Sprengung sollte durch akustische Signale angekündigt werden: ein langer Ton zur Warnung, zwei kurze unmittelbar vor der Zündung, drei kurze zur Entwarnung nach der Sprengung. Im direkten Umfeld könnte ein Schalldruckpegel von bis zu 100 Dezibel erreicht werden, wie es im Vorfeld hieß. „Die Sprengungen erzeugen einen lauten, kurzen Knall. Das Geräusch kann wie ein nahes Gewitter oder Feuerwerk klingen.“

Zwei Masten sollen erhalten bleiben

Die rund 50 Meter hohen und je 39 Tonnen schweren Flutlichtmasten wurden im Rahmen des Stadionumbaus zur 750-Jahr-Feier Berlins errichtet und verliehen dem Jahnsportpark ihr charakteristisches Aussehen. Zwei der vier Masten sollen im Zuge des Stadionumbaus erhalten bleiben.

Neues Stadion mit 20.000 Plätzen geplant

Der Jahn-Sportpark soll nach Beschluss des Senats zu einem öffentlichen Inklusionspark umgebaut werden, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt Sport treiben können. Der Plan für das modernisierte Gelände sieht unter anderem vor, das in den 1950er Jahren errichtete Cantianstadion abzureißen und durch ein neues Stadion mit 20.000 Plätzen zu ersetzen.

Naturschützer kritisieren die Abrissarbeiten. Durch das Fällen umstehender Bäume und Büsche sowie durch den Rückbau bestimmter Gebäude gingen Nistmöglichkeiten für Vögel und Unterschlupf für Fledermäuse verloren.

Sendung: Radioeins vom rbb, 12.02.2026, 8:30 Uhr

Rundfunk Berlin-Brandenburg