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Halstenbek (Schleswig-Holstein) – In wirtschaftlich harten Zeiten sind solche Nachrichten Gold wert: Zwei Investoren wollen Millionen in die Gemeinde Halstenbek bei Hamburg pumpen. Eine riesige Golf-Event-Anlage soll entstehen, direkt daneben ein 3-Sterne-Hotel. Das bestätigten auf Anfrage von BILD Halstenbeks Bürgermeister Jan Krohn (59) und der Chef des Schweizer Unternehmens Greenreb, David Speiser (45), das die Golf-Anlage bauen will.
Speiser: „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist vorbildlich. Unsere Untersuchungen zeigen: Es gibt ein großes Potenzial für unser Angebot. Wenn alles klappt, würden wir gern 2027 eröffnen.“ So könnten rund 350 Arbeitsplätze in der Anlage selbst, bei Partnern und Lieferanten entstehen.

CEO von Greenreb ist der Schweizer David Speiser (45). Die Firma sitzt in Zürich
Foto: Topgolf Oberhausen
Was die neue Sportanlage kosten soll
Investieren will das Unternehmen Greenreb rund 45 Millionen Euro. Auf rund vier Hektar Fläche soll eine große, dreistöckige Anlage für Golf-Abschläge errichtet werden, die Besucher aus dem gesamten Raum Hamburg anziehen soll. Eine ähnliche Anlage läuft unter dem Label „Topgolf“ sehr erfolgreich in Oberhausen. Hinter Topgolf steht ein amerikanisches Unterhaltungskonzept, das weltweit vermarktet wird – in Deutschland von Greenreb.
Wer hier Golf spielen kann
Die geplante Anlage für Golf richtet sich ausdrücklich in erster Linie an Nichtgolfer. Im Vordergrund steht der Event-Charakter: sich treffen, etwas trinken, ein paar Bälle schlagen. Das Zielpublikum von Topgolf ist in der Masse 18 bis 35 Jahre alt.
Jan Krohn, der Bürgermeister von Halstenbek, zu BILD: „Die Anlage wäre ein absoluter Gewinn für Halstenbek.“ Zumal direkt neben der geplanten Golf-Anlage ein weiterer Investor ein Hotel hochziehen möchte. Krohn: „Die Rede ist von 150 Zimmern mit 300 Betten.“ Auch dieses Projekt wäre mit einer Multi-Millionen-Investition verbunden – wie hoch, ist noch unklar.
Die Prognosen sind gut, aber die Politik muss noch endgültig den Daumen hochrecken. Der Bauausschuss tagt am kommenden Dienstag. Dann soll der bisher gültige Bebauungsplan aufgehoben und durch einen neuen ersetzt werden.