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Salzgitter – Nach dem Amok-Alarm an einer Berufsschule in Salzgitter (Niedersachsen) ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Wie die Polizei gegenüber BILD bestätigte, handelt es sich dabei um einen Minderjährigen. Am Morgen waren die Jugendlichen nach einem Hinweis in ihren Klassenräumen eingeschlossen worden – jemand soll mit einer Waffe auf dem Schulhof gesehen worden sein.
„Wir konnten die mutmaßlich beschriebene Person im Gebäude antreffen. Sie befindet sich nun in Gewahrsam“, erklärte eine Sprecherin der Polizei. Ob bei ihm eine Waffe gefunden wurde, wollten die Beamten mit Verweis auf die laufende Ermittlung zunächst nicht bekanntgeben.

Die Schüler werden einzeln aus den Klassenräumen geführt, zunächst mussten sie in den Zimmern bleiben
Foto: Rudi Karliczek
Polizei durchsuchte jedes Klassenzimmer
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hatte seit 10.30 Uhr nach dem Verdächtigen gesucht. Die betroffene Schule „BBS Fredenberg“ im Hans-Böckler-Ring wurde dazu weiträumig abgesperrt. Die Schüler wurden nach und nach – geschützt von Beamten – aus der Schule begleitet.
Jedes Klassenzimmer sei durchkämmt worden. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für andere Personen“, beteuert die Polizei. Auch ein benachbartes Gymnasium war von dem Einsatz betroffen.

Beamte vor Ort konnten den Verdächtigen stundenlang nicht ausfindig machen
Foto: Rudi Karliczek
Schulleiterin an Eltern: „Ihr Kind ist nicht in Gefahr“
Die Schulleiterin des Gymnasiums hatte in einer Mitteilung an die Eltern versichert, dass es sich bei dem Einsatz um eine reine Sicherheitsmaßnahme handelt: „Ihr Kind ist aktuell nicht in Gefahr“, schrieb Verena Akkermann in Großbuchstaben.
Sie hatte die Angehörigen gebeten, nicht zum Einsatzort zu eilen, um die Polizeikräfte nicht zu behindern: „Bitte bleiben Sie dem Schulzentrum fern, auch wenn es schwer fällt“, so die Schulleiterin. In den Klassenräumen hätten die Jugendlichen ihre Handys während des Einsatzes nicht benutzen dürfen.