Lufthansa-Streik: In Hamburg und Hannover Flüge gestrichen | ndr.de

Anzeigetafeln am Hamburger Flughafen zeigen gestrichene Lufthansa-Flüge.

AUDIO: Streik Lufthansa hat Auswirkungen für Hamburger Flughafen (1 Min)

Stand: 12.02.2026 15:19 Uhr

Bei der Lufthansa gibt es heute in Hamburg, Hannover und Bremen den ganzen Tag Flugausfälle und -änderungen. Sowohl die rund 4.800 Pilotinnen und Piloten als auch die rund 20.000 Beschäftigten des Kabinenpersonals sind zum Streik aufgerufen.

Ein Großteil der Flüge von Hamburg nach Frankfurt am Main und München ist ausgefallen. Von 44 geplanten Verbindungen strich die Airline 40. Nicht betroffen sind Flüge der Lufthansa-Töchter Eurowings und Discover.

Betroffene Passagiere werden benachrichtigt

Passagierinnen und Passagiere werden demnach gebeten, sich direkt an Lufthansa zu wenden. Die Fluggesellschaft teilt auf ihrer Internetseite mit, dass sie Gäste automatisch benachrichtigt, wenn ihr Flug betroffen sein sollte. Innerdeutsche Tickets können laut Lufthansa in Fahrkarten für die Bahn umgewandelt werden. Auch Umbuchungen sollen möglich sein.

Auch Flughafen Hannover und Bremen betroffen

In Hannover betrifft der Streik den Flughafen Hannover-Langenhagen. Unter anderem sollen Abflüge der Lufthansa CityLine bestreikt werden. Nach Angaben des Flughafens Hannover fallen vier Flüge nach Frankfurt sowie zwei nach München aus. Zwei Flüge nach München sowie einer nach Frankfurt sollen dagegen planmäßig stattfinden. Auch am Bremer Flughafen fallen alle Lufthansa-Flüge aus.

Die Lufthansa geht davon aus, ab Freitag wieder einen weitgehend normalen Flugplan anbieten zu können.

Gewerkschaften wollen Betriebsrenten und neue Tarifverträge

Aufgerufen zum Streik haben die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), die Mitarbeitende in der Kabine vertritt. Die Pilotinnen und Piloten streiken laut Aufruf der VC für höhere Übergangs- und Betriebsrenten. Die UFO will einem Sprecher zufolge mit dem Warnstreik Verhandlungen zu verschiedenen Tarifverträgen erzwingen. Ufo will hier einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der bislang vom Management verweigert werde.

Kritik von der Lufthansa

Die Lufthansa hat den Streikaufruf von den Gewerkschaften der Piloten und des Kabinenpersonals heftig kritisiert. Personalvorstand Michael Niggemann sprach von einer völlig unnötigen Eskalation. Eine Lösung könne es nur am Verhandlungstisch geben. Die finanziellen Forderungen bezeichnete er als übertrieben.

Ein Pappschild mit der Aufschrift "Streik" - daneben eine ver.di-Flagge.

Viele Beschäftigte legen in diesen Tagen die Arbeit nieder. Aktuell streiken Busfahrer in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Airbus A300 der Lufthansa 1976

Am 9. Februar 1976 wird in Hamburg ein Airbus A300 an die Lufthansa übergeben. Es ist das erste Flugzeug einer bis heute währenden Kooperation.

Eine Frau steht vor einer Anzeigetafel an einem Flughafen.

Heute fallen zahlreiche Flüge wegen eines Lufthansa-Streiks aus, auch in Hamburg. Reisende haben Anspruch auf Ersatzbeförderung.

Ein Polizist steht vor einem Einsatzfahrzeug der Polizei.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Straftaten um fünf Prozent gesunken. Bei den Gewaltverbrechen ist der Rückgang sogar noch etwas deutlicher.

Der Hamburger Rapper Gzuz performt auf der Bühne.

Vor einem Jahr war er auf dem Kiez mit Kokain erwischt worden und soll Polizisten beleidigt haben. Den Strafbefehl hat der Rapper akzeptiert.

Anzeigetafeln am Hamburger Flughafen zeigen gestrichene Lufthansa-Flüge.

Heute streiken Piloten und Kabinenpersonal der Lufthansa. Von 44 geplanten Verbindungen strich die Airline deshalb insgesamt 40.

Eine Familie mit Kinderwagen geht im Park Planten un Blomen in Hamburg spazieren.

Durchschnittlich warten frischgebackene Eltern in Hamburg fast zehn Wochen lang auf das Elterngeld. Die Bürgerschaft fordert den Senat zum Handeln auf.

Herbert Grönemeyer verbeugt sich auf der Bühne.

Eine Frau mit Kopftuch neben einer Kamera.