Nach jahrelangem Streit sind am Donnerstag zehn etwa hundertjährigen Bäume auf dem Schulhof der Heinz-Brandt-Oberschule in Berlin-Weißensee gefällt worden. „Seit heute Morgen laufen die Sägen“, hatte Elternvertreter David Kißling rbb|24 am Donnerstagvormittag gesagt.

Die Schule sei über die startenden Fäll-Arbeiten vorab „gar nicht“ informiert worden, kritisierte Kißling. Am frühen Morgen seien die Arbeiten in einem seit einer Woche abgezäunten Bereich bereits in vollem Gange gewesen, als Lehrer- und Schülerschaft kamen. „Wir sind geschockt“, fügt Kißling hinzu.

Das Sekretariat der Schule bestätigte dem rbb, die Schule sei über den Beginn der Fällarbeiten nicht informiert worden. Die Pressestelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen teilte rbb|24 am Donnerstagabend auf Anfrage mit, das zuständige Schulamt des Bezirks Pankow sei am Mittwoch „unverzüglich nach Beschluss durch das Verwaltungsgericht und Abstimmung mit den an der Fällung Beteiligten – also am 11.02. gegen 15 Uhr“ über die für Donnerstag anstehenden Fällarbeiten informiert worden. „Die Weitergabe der Information obliegt dem Schulamt.“

Die Schulleiterin selbst sagte rbb|24: „Wir sind alle traurig und fassungslos.“ Die Schule biete Projekte zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und achtsames Miteinander, man könne „es den Schülern einfach nicht erklären“. Die Baumfäller seien unter Polizeischutz angerückt.