Ein lauter Knall und deutliche Erschütterungen, die sogar in einigen Wohnungen zu spüren waren. So schildern Bewohner des Märkischen Viertels im Internet, was sie am Mittwochabend erlebt haben.

Ausgangspunkt der ersten Meldung sei die Finsterwalder Straße 92. Dort habe die Wohnung eines Betroffenen plötzlich vibriert, als es zudem einmalig laut geknallt habe. Mehrere andere Personen beschrieben deutlich spürbares Wackeln in Wohnungen und ausgelöste Autoalarmanlagen.

Explosion im Märkischen Viertel: Polizei rückt am Abend aus

Immer wieder gibt es rätselhafte Knall-Vorfälle im Märkischen Viertel. Ende 2023 wurde zum Beispiel ein Geldautomat gesprengt. Dieses Mal schien die Erschütterung jedoch so gewaltig, dass einige der Anwohner eine Gasexplosion vermuteten, in einem der Einfamilienhäuser in der Nähe des Campus Hannah Höch in der Finsterwalder Straße.

Auf Morgenpost-Anfrage bestätigt die Polizei, dass sie „wegen einer vermeintlichen Explosion“ um 20.25 Uhr in den Senftenberger Ring und in die Finsterwalder Straße gerufen worden war.

Bushaltestelle beschädigt: Polizei schließt Explosion als Ursache aus

Im Senftenberger Ring konnten die Beamten überhaupt keinen Schaden und keine Ursache entdecken. In der Finsterwalder Straße fanden die Polizisten eine Bushaltestelle der BVG vor, bei der von sechs Scheiben drei zerstört worden waren. Personen wurden vor Ort nicht mehr angetroffen und Spuren wurden auch nicht gefunden. „Der Einsatz von Pyrotechnik ist zumindest unwahrscheinlich, weil keine offensichtlichen Spuren davon zurückgelassen wurden“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Morgenpost.

Generell betrachtet die Polizei eine Explosion als Ursache „als unwahrscheinlich, da sonst alle sechs Scheiben kaputtgegangen wären“. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung eingeleitet.