Seit Jahren gibt es Diskussionen über das Wuppertaler Ausländeramt: Lange Schlangen vor der Tür, Antragsstapel, die nicht adäquat abgearbeitet werden können – und Mitarbeiter am Anschlag. Jetzt wird durch eine Vorlage im Integrationsausschuss der Stadt klar, dass das digitale Anmeldesystem der Behörde, die vielfach nicht mehr erreichbar war und sich deswegen mit Petitionen von Kunden auseinandersetzen musste, weiterhin stockt – und in den vergangenen Monaten auch aktiv herunterpriorisiert wurde. Laut Vorlage aus dem Integrationsausschuss ist das im Ausländeramt erst bekannt geworden, nachdem der Dienstleister seit Juni zuerst monatelang gar nicht geantwortet und dann im Dezember 2025 angegeben habe, vom Amt für Digitalisierung aktiv für andere Aufgaben angefordert worden zu sein, um die städtischen Bedarfe in der neu einzurichtenden Bundesbahndirektion erledigen zu können. Dort warteten das Einwohnermeldeamt, das Sozialamt und das Bürgerzentrum auf digitale Expertise – alles Ämter mit viel Publikumsverkehr.