Die gute Nachricht vorweg: Die Füchse Duisburg dürfen ab sofort 2500 Zuschauer – statt wie seit einigen Wochen nur 1500 – in die Alleato-Arena hinein lassen. Unter anderem hatte ein Formfehler in einem Gutachten dafür gesorgt, dass die Zuschauerkapazität auf die „alten Tage“ der vor 55 Jahren errichteten Eissporthalle stark eingeschränkt worden war. Mit Blick auf die nicht mehr fernen Play-offs in der Eishockey-Oberliga ist das für den EVD eine wichtige Entscheidung der Stadt Duisburg. Derweil stehen die Schwarz-Roten vor einem wichtigen Wochenende in der Zwischenrunde, um eine möglichst gute Ausgangslage für diese Play-offs zu erspielen. Wird der EVD Vierter, geht es mit Heimrecht in die K.o.-Phase, als Fünfter müssten die Duisburger auswärts beginnen und ihr Heimspiel im Achtelfinale zudem an einem Dienstag bestreiten.

Derweil beginnt im Hintergrund zudem die entscheidende Phase der Planung der kommenden Spielzeit. Eine erste Vertragsverlängerung wollen die Füchse im Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr, Alleato-Arena) gegen die Hannover Indians verkünden. Wer das ist, ist freilich noch „geheim“, es handelt sich allerdings um einen Leistungsträger aus dem Sturm. „Ich würde am liebsten nur wenig am Team verändern“, sagt Petrozza.
Wir hoffen aber, dass Erek in der kommenden Woche wieder trainieren kann.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
Da die Saale Bulls Halle, also der EVD-Konkurrent um Rang vier, am Freitag beim Spitzenreiter Hannover Scorpions ran müssen und zudem am Sonntag (16 Uhr) auswärts der direkte Gegner der Füchse sind, fällt dem aktuellen Wochenende durchaus Bedeutung zu. „Die Indians sind eine körperlich sehr präsente Mannschaft mit großgewachsenen Verteidigern“, sagt Füchse-Trainer Frank Petrozza. Der Coach muss an diesem Wochenende allerdings auf Verteidiger Noah Münzenberger verzichten, der mit den Kölner Haien ein Turnier in Pardubice bestreitet. Dafür ist aber Dominik Klein im Einsatz, sodass der EVD zumindest auf fünf Abwehrspieler kommt; Erek Virch ist nach einer Lungenentzündung noch nicht fit. „Wir hoffen aber, dass Erek in der kommenden Woche wieder trainieren kann“, sagt Petrozza.
Derweil mehren sich die Gerüchte, dass der Deutsche Eishockey-Bund über eine Neueinteilung der Oberliga nachdenkt. So ist von künftig drei Gruppen die Rede. „Wir wollten den DEB selbst auf diese Gerüchte ansprechen, der Verband ist aber kürzlich von sich aus auf uns zugekommen“, berichtet Füchse-Geschäftsführer Tom Södler. „Wir stehen grundsätzlich jeder Einteilung offen gegenüber, die es den Clubs erlaubt, wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten und die den Fans eine spannende Liga bietet.“ Aus Södlers Sicht kommt eine Dreiteilung für den DEB an sich erst ab 2027/28 infrage, „aber man weiß nie, was passiert, wenn ein Nord-Verein aufsteigt und dann noch ein Verein ausscheiden sollte. Spätestens bei neun Vereinen macht eine Oberliga Nord keinen Sinn mehr.“
Im Gespräch ist offenbar eine Einteilung in West, Nordost und Süd. Im Westen könnten die Eisadler Dortmund und/oder die Eagles Essen-West den Aufstieg schaffen. Denkbar wäre auch eine Rückkehr des EHC Neuwied aus der niederländisch-belgischen CEHL. Weitere Gerüchte sprechen zudem davon, dass ein weiterer niederländischer Verein Interesse an einem Oberliga-Einstieg habe; dabei soll es sich um die Snackpoint Eaters Limburg aus Geleen handeln.