Für das europäische Verteidigungsprojekt FCAS und einen künftigen Militärhubschrauber entwickelt MTU gemeinsam mit Partnern neue Technologien. Zudem bestehen langjährige Instandhaltungskooperationen mit der Bundeswehr – unter anderem für Eurofighter, Tiger und Tornado.
In Ottobrunn und Taufkirchen entwickelt das Unternehmen das neue Satellitenkommunikationssystem für die Bundeswehr. Es soll zwei moderne Telekommunikationssatelliten umfassen, die noch vor Ende des Jahrzehnts starten und das bisherige System ersetzen sollen. Ziel ist eine weltweit gesicherte Kommunikation für die Bundeswehr – insbesondere bei Auslandseinsätzen und in der NATO-Kooperation.
Zudem koordiniert Airbus Defence and Space in Ottobrunn internationale Rüstungsprogramme wie das Future Combat Air System (FCAS) – ein Luftkampfsystem der nächsten Generation. Auch das europäische Hubschrauberprojekt ENGRT II wird von Donauwörth aus mitgesteuert.
Der Konzern betont die enge Zusammenarbeit mit Politik, Forschung und Kommunen in Bayern. Ein Beispiel: Die TU München eröffnet 2025 in Ottobrunn ein neues Department für Luft- und Raumfahrt – in direkter Nachbarschaft zu Airbus. In Donauwörth beschäftigt Airbus aktuell rund 7.800 Mitarbeitende, in Ottobrunnn und Taufkirchen sind es etwa 2.300.
Der Hauptsitz der Hensoldt AG befindet sich in Taufkirchen bei München. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Radar-, Sensor- und Verteidigungstechnologie und ist 2017 hervorgegangen aus dem Airbus-Konzern. Geliefert werden von hier vor allem Sensoren und Radarsysteme – solche, die das ukrainische Militär dabei unterstützen, russische Drohnen, Hubschrauber und Marschflugkörper abzuschießen. 8.400 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, Tendenz steigend.
Der Drohnenabwehrspezialist TYTAN Technologies aus dem Münchner Stadtteil Moosach wurde erst 2023 gegründet. Zusammen mit KNDS wird derzeit eine neue Generation an Abfangdrohnen in Panzern verbaut. Diese soll Truppen und Konvois unmittelbar vor Bedrohungen wie Kamikaze-Drohnen schützen, ohne auf externe Luftabwehr angewiesen zu sein.
Spezialisiert auf Luftverteidigungssysteme und Lasertechnologie, spielt das Unternehmen mit Hauptsitz in Schrobenhausen bei München eine wichtige Rolle beim Bau von Lenkflugkörpern für die Bundeswehr und Nato-Partner. Am Standort sind etwa 1.100 Mitarbeiter beschäftigt.