In Leipzig muss sich ab Freitag ein Mann vor dem Landgericht verantworten. Ihm wird laut Gericht vorgeworfen, im August vergangenen Jahres seine ehemalige Lebensgefährtin mit Messerstichen ermordet und den gemeinsamen Sohn mit 14 Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben.

Der 37 Jahre alte Täter soll am 18. August 2025 in die Wohnung der früheren Partnerin in Leipzig-Reudnitz eingedrungen sein und auf die 42-Jährige eingestochen haben.

Schwerverletzte Frau starb in Klinik

Die schwerverletzte Frau konnte sich noch ins Freie retten, erlag jedoch ihren schweren Verletzungen in einer Klinik. Unmittelbar nach der Attacke gegen die Frau soll der Mann im Kinderzimmer der Wohnung auf den zehn Jahre alten gemeinsamen Sohn eingestochen haben. Mit 14 Stichen hat er laut Anklage das Kind lebensgefährlich verletzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann auch hier Tötungsabsicht vor. Er soll das Kind nach der Tat hilflos zurückgelassen haben.

Femizid: Tat sorgte für Entsetzen

Das Landgericht hat acht Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil ist für den 2. April geplant.

Der Sohn und Angehörige der getöteten Frau treten am Landgericht als Nebenkläger auf. Der Femizid im Stadtteil Reudnitz hatte Entsetzen und Anteilnahme verursacht.