Beim 1. FC Kaiserslautern war die Stimmung schonmal besser. Kommt im Tabellenletzten Greuther Fürth der richtige Gegner zur richtigen Zeit?

Die Schlappe wirkt nach. Vor fast einer Woche hat der 1. FC Kaiserslautern 0:4 beim SV Darmstadt 98 verloren. Nun kommt die SpVgg Greuther Fürth auf den Betzenberg. Am Samstag (13 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) soll Wiedergutmachung betrieben werden. Damit das gelingt, setzte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht in der Trainingswoche nicht auf das Mittel der Bestrafung nach einem schwachen Auftritt in Südhessen. „Das waren Dinge, die sich nicht kompliziert anfühlen. Es waren auch Spiele, damit die Birne frei wird“, sagte Lieberknecht in der Spieltagspressekonferenz. Am Sonntag durften sich die Spieler zudem aussprechen.

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Fest eingeplant hat Lieberknecht die Punkte gegen den Abstiegskandidaten freilich nicht. Den Fehler, „den Gegner am Tabellenplatz zu messen“ werde sein Team nicht machen. Er verweist auf den Sieg der Fürther Ende Januar bei Holstein Kiel (2:1). Vergangene Woche unterlag das „Kleeblatt“ in einer wilden Partie 4:5 gegen den 1. FC Magdeburg.

Emreli auf dem Weg der Besserung

Gegen Fürth droht nun ausgerechnet Mergim Berisha auszufallen. Dem zweifachen deutschen Nationalspieler ist es laut Trainer in den hinteren Oberschenkel gefahren. Ein Einsatz ist aber noch nicht komplett ausgeschlossen. Das ist bitter. Der 27-Jährige war erst zum Ende des Transferfensters verpflichtet worden, als Ersatz für den verletzten Torjäger Ivan Prtajin. Berisha hatte zuletzt bei seinem ehemaligen Klub, der TSG Hoffenheim, aber wenig Spielpraxis sammeln können. Sein bislang letzter Pflichtspieleinsatz vor dem Wechsel auf den Betzenberg war in der ersten Jahreshälfte 2025, während einer Leihe zum FC Augsburg. Gegen Darmstadt war Berisha neben Sturmkollege Norman Bassette aber ein belebendes Element in der zumeist etwas einfallslos wirkenden FCK-Offensive.

Auf dem Weg der Besserung, aber noch keine Option für Fürth ist Mahir Emreli. Der Stürmer absolviert wieder Teile des Mannschaftstrainings. „Es sieht gut aus, dass er peut à peut mehr machen kann“, sagte Lieberknecht. Ji-soo Kim – der seit November mit einer Muskelverletzung fehlt, die kurz vor dem Start in die Wintervorbereitung noch einmal aufgebrochen war – trainiert hingegen wieder voll mit. Unter der Woche gab der Stammklub des Leihspielers, FC Brentford, grünes Licht. Ob er eine Option für den Kader ist, werde das Abschlusstraining zeigen.

Definitiv zuschauen muss Fabian Kunze. Der Mittelfeldabräumer hat in Darmstadt seine zehnte Gelbe Karte diese Saison gesehen. Leon Robinson wird mutmaßlich für ihn in die Aufstellung rücken. Talent Dion Hofmeister ist bei der U17-Nationalmannschaft.