Einem 18-jährigen Iraner droht nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Iran Human Rights (IHR) wegen der mutmaßlichen Tötung eines Polizisten während der jüngsten Protestwelle die Hinrichtung. Saleh Mohammadi sei am 3. Februar von einem Gericht in Ghom im Zentrum des Iran zum Tode verurteilt worden, erklärte die in Norwegen ansässige Gruppe am Donnerstag. Die iranische Justiz erklärte ihrerseits, es sei noch kein endgültiges Urteil gefällt worden.

Das Gericht habe Mohammadi für die Tötung eines Polizisten am 8. Januar verurteilt, erklärte IHR. Seine Hinrichtung soll demnach öffentlich am mutmaßlichen Tatort in Ghom stattfinden. Der junge Mann hat IHR zufolge 20 Tage Zeit, um gegen seine Verurteilung Berufung einzulegen. In der Vergangenheit seien jedoch Menschen vor Ablauf dieser Frist hingerichtet worden.

Mohammadi sei während der Ermittlungen zu Geständnissen „gezwungen“ worden, erklärte die Menschenrechtsgruppe. Später habe er seine Aussagen „vor Gericht widerrufen“, sei jedoch dennoch verurteilt worden. Der 18-Jährige hat für den Iran an mehreren Wettbewerben im Ringen teilgenommen und gewann bei einem internationalen Wettbewerb die Bronzemedaille.

US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt, sollte sich das Land nicht mit den USA einigen. „Das wird sehr traumatisch für den Iran, wenn sie keinen Deal machen“, betonte er im Weißen Haus. Schon im vergangenen Jahr, als Washington und Teheran bereits über Irans Atomprogramm verhandelt hatten, hätte der Iran einem Deal zustimmen sollen, sagte Trump.

Bereits am Mittwoch hatte der US-Präsident nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu deutlich gemacht, dass er eine Einigung mit dem Iran militärischen Schritten vorziehe. Trump sprach nun erneut von einem „sehr guten Treffen“ mit Netanjahu und betonte zugleich, dass die Entscheidung über das Vorgehen der USA letztlich bei ihm liege.