Erneut sind in Berlin Schüsse gefallen: In Reinickendorf wurde am Donnerstagabend ein Auto getroffen, in Kreuzberg war ein Geschäft das Ziel. Ersten Informationen eines Reporters von vor Ort zufolge wurde eine Person an der Buddestraße in Tegel durch Schüsse schwer verletzt. Er soll mehrfach im Oberkörper getroffen worden sein, als er mit einem Auto unterwegs war. Die Person sei unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab und sicherte Spuren.

Mann in Tegel niedergeschossen

An dem Auto ist ein Einschussloch zu erkennen.
© Axel Billig / Pressefoto Wagner | Axel Billig / Pressefoto Wagner

Schüsse auf Geschäft in Kreuzberg – keine Verletzten

Weitere Schüsse wurden demnach in Kreuzberg auf ein Geschäft abgefeuert. Verletzte gab es laut Polizei nicht. Weitere Details nannte ein Polizeisprecher zunächst nicht.

In den vergangenen Tagen gab es wieder vermehrt Schüsse in der Hauptstadt. So wurden auf eine Wohnungstür in Köpenick am Mittwochabend mehrere Schüsse abgefeuert. Verletzt wurde bei dem Vorfall in einem Mehrfamilienhaus laut Polizei niemand. Am Sonntag wurde auf eine Shishabar in Wedding geschossen. Dabei wurde Mensch durch Glassplitter leicht verletzt. Sonntagabend gab es Schüsse auf eine Werkstatt in Neukölln. Verletzt wurde dabei niemand. 

Seit Monaten fallen in Berlin immer wieder Schüsse. Die Polizei hatte daraufhin die Sondereinheit „Ferrum“ gegründet, die gegen die Schusswaffengewalt vorgeht. Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) warnte vor wenigen Tagen sogar vor einer neuen Bedrohungslage bei Bandenkriegen in der Hauptstadt. „Wir sehen inzwischen rivalisierende Banden, die auf Berlins Straßen sichtbar Gewalt einsetzen, sei es durch Handgranatenwürfe auf Lokale, sei es durch Schüsse auf Menschen, Fahrzeuge und auch Gebäude.“