METZINGEN. Jason Ullah war schon als Kind musikalisch. Der Metzinger begann mit acht Jahren, Klavier zu spielen. In seiner Jugend war er Mitglied in vielen Bands. Später studierte er Musikdesign in Trossingen. Derzeit pendelt der 23-Jährige zwischen Metzingen und Berlin und wagt einen großen Schritt in seiner Karriere. Gemeinsam mit seinem Team »Ossia« schrieb er den Song »Fire«, mit dem Sarah Engels beim Vorentscheid des Eurovision Song Contests antreten wird. »Der Musikbegriff Ossia beschreibt eine alternative Art etwas zu spielen«, erklärt Ullah.
Jason Ullah (zweiter von rechts) hat mit seinem Team einen Song für Sarah Engels geschrieben. Foto: Privat
Jason Ullah (zweiter von rechts) hat mit seinem Team einen Song für Sarah Engels geschrieben.
Foto: Privat
Wie der Titel »Fire« bereits vermuten lässt, steckt in dem Song viel Temperament und Leidenschaft. »Als wir ihn schrieben, hatten wir die Bühne im Kopf«, erzählt Ullah. »Die soll beben«, ergänzt er und vergleicht das Lied mit einem Feuerwerk. Die Melodie der Pop-Tanzhymne entstand auf einem Songwriting-Camp in Marokko Ende 2024. »Dort wollten wir aus dem Alltag entfliehen und neue Inspiration schöpfen.« Und das gelang ihnen auch. Innerhalb von fünf Tagen war das Lied, in dem es um Selbstbefreiung und Empowerment geht, im Kasten. Die Lyrics entstanden später im Austausch mit Engels.
Das Komponieren sei herausfordernd gewesen, denn Team »Ossia« musste auf bestimmte Restriktionen achten, die der Musikwettbewerb vorschreibt. So durfte das Lied beispielsweise eine Dauer von drei Minuten nicht überschreiten, und es sollte keine doppelte Stimme zu hören sein. Der Song sei eine große Chance für ihn, weiß Ullah. »Er bekommt enorm große Aufmerksamkeit und das freut mich.«
»Sarah Engels ist herzlich, nett und kompetent«
Trotz seines jungen Alters verfügt der Metzinger über gute Kontakte in der Musikbranche. Die Zusammenarbeit mit Sarah Engels entstand über gemeinsame Bekannte. »Fire« ist nicht das erste Lied, an dem Ullah beteiligt. »Wir haben auch bei ihrem Album ,Strong Girls Club‘ mitgewirkt«, erzählt er im GEA-Gespräch. Über die Kooperation mit Engels äußert er sich durchweg positiv: »Sie ist sehr herzlich, nett und kompetent.« Der Austausch mit ihr finde regelmäßig statt. Auch bei ihrem Release-Konzert in Köln sei er dabei gewesen.
Ullah erinnert sich gern an die Aufnahme die ESC-Lieds in einem Berliner Studio. »Da hat sich dann alles komplett angefühlt.« Auch Engels Kinder seien im Studio gewesen. »Es lagen Spielzeuge rum«, sagt Ullah und lächelt. Er bewundert, wie sie den Spagat zwischen Familie und Karriere meistert. »Ihr Partner unterstützt sie sehr«, kommentiert Ullah.
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Nun bleibt abzuwarten, ob es das Werk ins Finale schafft. Neun Musik-Acts kämpfen um das ESC-Ticket, um für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien singen zu dürfen. Die Show findet am 28. Februar um 20.15 Uhr in Berlin statt und wird live im Ersten übertragen. Moderiert wird sie von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger. »Der Überzeugendste gewinnt. Ich bin zuversichtlich«, sagt Ullah. (GEA)