Die deutschen Curling-Männer liefern sich im dritten Gruppenspiel gegen Italien einen Krimi – mit Erfolg. Außerdem: Die deutschen Skeleton-Frauen starten aussichtsreich in den entscheidenden Wettkampftag. Alle News im Olympia-Ticker.
Vom 6. bis zum 22. Februar finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele statt. Rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen kämpfen in 116 Wettbewerben um die Medaillen. Bleiben Sie mit dem WELT-Liveticker stets auf dem Laufenden über alles Wissenswerte zum heutigen Olympia-Tag:
23.10 Uhr: Der aktuelle Medaillenspiegel
Deutschland steht zum Abschluss des Freitags auf Platz fünf im Medaillenspiegel. Eine weitere Gold-Medaille kam nicht dazu, Silber und Bronze für Axel Jungk und Christopher Grotheer hingegen schon.
23.05 Uhr: Wunderkind Malinin geht leer aus
Eiskunstlauf-Drama in Mailand: US-Wunderkind Ilia Malinin hat nach mehreren Fehlern in der Kür die Goldmedaille vollkommen überraschend verpasst. Der 21-Jährige patzte gleich bei mehreren Sprüngen und musste sich mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Gold holte Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan (291,58 Zähler). Silber sicherte sich Yuma Kagiyama aus Japan (280,06 Punkte) vor seinem Landsmann Shun Sato (274,90 Punkte). Fünf Tage zuvor hatte Malinin noch im Teamevent gewonnen. Hier der lange Bericht:
22.09 Uhr: Zwei Skeleton-Medaillen für Deutschland
Die Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer haben die nächsten deutschen Medaillen im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo gewonnen. Einen Tag nach Abschluss der Rodel-Wettbewerbe fuhr Jungk auf den zweiten Platz. Peking-Olympiasieger Grotheer holte nach vier Läufen die Bronzemedaille. Schneller als das deutsche Duo war nur der überlegene Brite Matt Weston. Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier:
22.03 Uhr: Deutsches Curling-Drama gegen Italien
Deutschlands Curling-Team musste im dritten Spiel zum zweiten Mal in die Verlängerung. Anders als zum Auftakt gegen Kanada hatte das Team um Skip Marc Muskatewitz diesmal aber das bessere Ende für sich. Gegen Italien drehte das Deutschland zunächst einen 2:4-Rückstand durch ein 3:0-End in einen knappen Vorsprung. Italien aber rettete sich im zehnten und letzten End zum 5:5 und damit in die Verlängerung. Dort hat das deutsche Team den Vorteil des letzten Steins – und nutzte diesen. Muskatewitz behielt die Nerven und sorgte mit dem Hammer für den entscheidenden Punkt. Es war der zweite Sieg im dritten Spiel für Deutschland – das damit vorerst geteilter Dritter ist.
Die weiteren Ergebnisse des Abends:
- Schweiz – China 9:7
- Tschechien – Norwegen 4:7
- Kanada – Schweden 8:6
21.16 Uhr: Japaner siegt bei Flug-Show
In einem hochklassigen Halfpipe-Finale hat Yuto Totsuka aus Japan die Goldmedaille gewonnen. Mit nur 1,5 Punkten Rückstand musste sich der Australier Scotty James wie schon 2022 mit Silber begnügen, Bronze ging mit Ryusei Yamada an einen weiteren Japaner. Landsmann Ruka Hirano fehlte auf Platz vier nur ein Punkt, um Bronze zu holen. Dass insgesamt vier Starter mehr als 90 von maximal 100 Punkten von der Jury erhielten, unterstrich das hohe Niveau.
19.51 Uhr: Jungk und Grotheer auf Medaillenkurs
Axel Jungk und Christopher Grotheer greifen erneut nach einer Olympia-Medaille. Vor dem abschließenden vierten Lauf liegen die deutschen Skeleton-Piloten auf den Rängen zwei und drei. Allerdings konnte der britische Weltmeister Matt Weston mit erneutem Bahnrekord seine Führung weiter ausbauen. Der Weltcupgesamtsieger hat vor Jungk 0,39 Sekunden Vorsprung.
19.13 Uhr: Drei Deutsche kämpfen um Skeleton-Medaillen
Die deutschen Skeleton-Frauen haben zur Halbzeit der olympischen Rennen allesamt noch intakte Gold-Chancen. Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Samstag liegt das deutsche Trio unter den besten Vier. Olympia-Debütantin Susanne Kreher vom Dresdner SC hat nur vier Hundertstelsekunden Rückstand auf die führende Österreicherin Janine Flock, die in Lauf eins zwischenzeitlich Bahnrekord fuhr.
Dritte mit nur 0,13 Sekunden Rückstand Platz eins ist Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise vom BSC Winterberg liegt hinter Pfeifer auf Rang vier. Die 25-Jährige hat 0,24 Sekunden Rückstand auf Bronze.
17.02 Uhr: Deutsche Skeleton-Frauen gut gestartet
Die deutschen Skeleton-Frauen haben sich aussichtsreich für den Medaillenkampf in Stellung gebracht. Nach dem ersten von vier Läufen hat Olympia-Debütantin Susanne Kreher nur zwei Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz eins. Jacqueline Pfeifer leistete sich im oberen Teil einige Patzer. Auf den Bronze-Platz fehlen ihr aber nur drei Hundertstel.
Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise liegt hauchdünn hinter Pfeifer auf Rang fünf, hat aber mit nur 0,23 Sekunden Rückstand auf Platz eins immer noch alle Siegchancen. Hinter ihr lauert die Weltcup-Gesamtsiegerin Kim Meylemans aus Belgien.
16.59 Uhr: Passlers Doping-Suspendierung aufgehoben
Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds nun doch starten. Die 24-Jährige hatte gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen.
Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen.
15.11 Uhr: Deutsche Biathleten haben mit Medaillenvergabe nichts zu tun
Die deutschen Biathleten sind auch im zweiten Einzelrennen ohne Medaille geblieben. Philipp Horn landete im Sprint nach einem Fehler mit dem letzten Schuss mit 1:09,2 Minuten Rückstand auf dem zehnten Platz. An seinem 33. Geburtstag leistete sich Philipp Nawrath, der im Einzel am Dienstag noch Fünfter geworden war, drei Strafrunden und musste sich mit einem Platz außerhalb der Top 20 begnügen.
Gold gewann der Franzose Quentin Fillon Maillet. Silber sicherte sich der Norweger Vetle Sjastad Christiansen, dessen ebenfalls fehlerfreier Landsmann Sturla Holm Laegreid wie schon im Einzel Bronze gewann. Der 28-jährige Laegreid hatte nach seiner ersten Medaille mit einem Interview für Aufsehen gesorgt, als er vor TV-Kameras einen Seitensprung beichtete.
14.42 Uhr: Snowboarderin Fischer fehlen nur Zentimeter
Snowboardcross-Fahrerin Jana Fischer haben nur Zentimeter gefehlt, um das Halbfinale zu erreichen. Die 26-Jährige wurde in ihrem Lauf Dritte und verpasste im Fotofinish das Weiterkommen. Im Zielbereich schlug sie sich enttäuscht mit der flachen Hand auf den Helm.
Fischer war mit dem zehnten Platz in der Qualifikation in den Tag gestartet. Im Achtelfinale war sie als Zweite in die nächste Runde gekommen, ehe sie gegenüber der Französin Lea Casta und Pia Zerkhold aus Österreich das Nachsehen hatte.
14.09 Uhr: Deutsche gehen mutig ins Kanada-Spiel
Deutschlands Eishockey-Frauen gehen unbekümmert ihr erstes Olympia-Viertelfinale überhaupt. „Dass es schwer werden wird, ist uns bewusst. Aber wir gehen in das Spiel, um zu gewinnen“, sagte Kapitänin Daria Gleißner vor dem ungleichen Duell am Samstag gegen Kanada um 16.40 Uhr.
Unklar ist noch, ob die beste Eishockeyspielerin der Welt wieder für Kanada auflaufen kann. Marie-Philip Poulin von Montreal Victoire hatte sich beim 5:1 gegen Tschechien verletzt und die weiteren Vorrundenspiele gegen die USA (0:5) und Finnland (5:0) verpasst.
13.22 Uhr: Keine Gratis-Kondome mehr in Cortina
Im olympischen Dorf von Cortina d’Ampezzo sind laut eines italienischen Zeitungsberichts bereits vor der Hälfte der Winterspiele die Gratis-Kondome ausgegangen. Die mehreren Tausend Präservative mit dem Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung gestellt wurden, seien alle weg, meldete die Tageszeitung „La Stampa“.
Unklar ist, ob es Nachschub geben wird. Insgesamt sind bei den Winterspielen, die noch bis zum 22. Februar dauern, etwa 2900 Athletinnen und Athleten am Start. Ob es im olympischen Dorf in Mailand noch Kondome gibt, ließ sich auf die Schnelle nicht klären.
12.32 Uhr: Amerikaner oben ohne, Klaebo triumphiert
In Val die Fiemme läuft das 10-Kilometer-Rennen der Männer im Langlauf. Temperaturen deutlich über null Grad und strahlender Sonnenschein produzierten für Winter-Olympia eher untypische Bilder. So lief der Amerikaner John Steel Hagenbuch oben ohne, nur sein Startnummern-Leibchen musste er tragen.
Mit dem Ausgang des Rennes hatte Hagenbusch nichts zu tun. Mit Johannes Hoesflot Klaebo setzte sich ein Favorit durch. Der Norweger gewann vor dem Desloges (Frankreich) und seinem Landsmann Einar Hedegart. Für Klaebo war es das dritte Gold dieser Spiele und das achte insgesamt. Damit stellt er den olympischen Goldrekord ein, den drei weitere Norweger halten: Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Daehlie (Langlauf).