Die Gouverneurin des an Kanada grenzenden US-Bundesstaats Michigan, Gretchen Whitmer, hat Präsident Donald Trumps aggressive Zollpolitik kritisiert. Zölle auf Einfuhren aus dem verbündeten Nachbarland, dessen Wirtschaft eng mit jener Michigans verflochten ist, schaden der Konjunktur des Bundesstaats, wie die Demokratin auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte. Der anfängliche Schmerz habe sich in Wut verwandelt. Die Unberechenbarkeit von Trumps Zollpolitik und das Vergraulen Verbündeter verursache „hohe Kosten“, sagte sie.

Die Autoindustrie ist in Michigan, insbesondere in der Stadt Detroit, ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Trump attackiert seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr immer wieder den Nachbar Kanada: Er verhängte Zölle und droht mit neuen Gebühren auf Einfuhren aus Kanada.

Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot in der Karibik sind nach Angaben der US-Armee drei Menschen getötet worden. „Drei Narko-Terroristen wurden bei diesem Einsatz getötet“, erklärten die US-Streitkräfte am Freitag (Ortszeit). Damit stieg die Zahl der Toten bei solchen Einsätzen auf mindestens 133.

Seit September des vergangenen Jahres haben die USA dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump spricht von „Narko-Terroristen“, die von Venezuela aus agieren.

Der amerikanische Nato-Botschafter Matthew Whitaker hält mehr von Bundeskanzler Friedrich Merz als von Ex-Regierungschefin Angela Merkel (beide CDU). „Merz ist ein besserer Kanzler als Merkel“, sagte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Zur Begründung führte er an, dass die Bundesregierung unter Merkel für den Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee von Russland nach Deutschland gewesen sei. Merz hingegen sei gegen eine Abhängigkeit von russischem Öl und Gas. Whitaker lobte Merz auch dafür, dass er den Weg hin zu höheren Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Verbündeten mitgehe.