Die personelle und finanzielle Ausstattung der Gleichstellungsstelle in Ludwigshafen ist unzureichend, kritisieren die Grünen. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Susanne Großpietsch, bezeichnete die Lage als alarmierend, insbesondere angesichts steigender Fälle häuslicher Gewalt. Wie eine Anfrage zum Gleichstellungsaktionsplan an die Verwaltung gezeigt habe, seien derzeit von drei geplanten Vollzeitstellen lediglich 2,16 besetzt, darunter eine halbe Stelle für Assistenz und Sekretariat. Für die Queere-Community stehe nur eine 0,1-Stelle zur Verfügung. Projekte seien aufgrund fehlender Ressourcen nicht realisierbar. Großpietsch fordert „die sofortige Nachbesetzung der fehlenden Stellenanteile mit qualifiziertem Fachpersonal.“ Die Vernachlässigung dieser Aufgaben habe gravierende Folgen für Frauen, Kinder und marginalisierte Gruppen. Ohne die Unterstützung von Vereinen, privaten Initiativen und freien Trägern würden in Ludwigshafen faktisch keine Gleichstellung und kein Gewaltschutz stattfinden.