Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow erklärte in einem auf Telegram geposteten Video, dass die Männer Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparierten.

Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.

Zwischen zwei Luftalarmen haben Musiker des Kyiv Classic Orchestra am Freitagabend am Hauptbahnhof der ukrainischen Hauptstadt ein Konzert gegeben. Unter der Leitung von Dirigent Herman Makarenko spielten neun Streicher eine Stunde lang vor Dutzenden Menschen. Um Zuschauer anzulocken, hatten sie zunächst ein erstes Stück oben auf der riesigen Treppe des Bahnhofs gespielt.

Dann erklangen Stücke des ukrainischen Komponisten Semen Hulak-Artemowskyj und Auszüge aus Werken von Mozart in der Bahnhofshalle. Seit Wochen wird diese als „Ort der Unbesiegbarkeit“ genutzt, wo Menschen sich aufwärmen und ihre Handys aufladen können.

Das Konzert ist Teil eines US-ukrainischen Solidaritätsprojekts. In den kommenden Wochen solle es weitere Auftritte geben, sagte eine der Organisatorinnen, Tetiana Marosowa.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt. Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

„Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine großartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die großartige Idee der großen Bosse“, sagte Selenskyj bei einer Veranstaltung des Nachrichtenportals „Politico“ auf der Münchner Sicherheitskonferenz.