RB-Trainer Stephan: „Es war kein Spaziergang“

„Das war ein hervorragender Start für uns“, sagte Leipzigs Trainer Jonas Stephan im Anschluss im Interview mit SPORT IM OSTEN. „Es war aber nicht einfach heute. Nürnberg hat gegen den Ball einen guten Job gemacht. Es war nicht der Spaziergang, den man nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit erwartet hätte.“

Durch den zweiten Sieg in Serie klettert RB in der Tabelle auf Platz neun. Am nächsten Sonntag steht dann das Auswärtsspiel bei der abstiegsgefährdeten SGS Essen an.

Traumstart dank Schimmer-Doppelpack

Mit dem Schwung des 3:1-Erfolgs gegen den HSV vom vergangenen Wochenende erwischte Leipzig im Stadion am Cottaweg einen Start nach Maß. Keine vier Minuten waren gespielt, da veredelte Schimmer einen perfekt getimten Pass von Nikoline Dudek mithilfe des Pfostens ins untere lange Eck zur Führung. Wenig später war es erneut Schimmer, die im Mittelpunkt stand. In perfekter Arjen-Robben-Manier dribbelte sie ins Zentrum, ließ dabei zwei Gegenspielerinnen stehen und schlenzte den Ball gefühlvoll in den Knick. Nürnberg stand in der Anfangsphase völlig neben sich und schaffte kaum einmal Entlastung. Boboy hätte das fast mit dem 3:0 bestraft, doch FCN-Keeperin Romeo verhinderte im Nachfassen die frühe Entscheidung.

Nürnberg erwachte danach zwar etwas aus seiner Lethargie, wirklich zwingend wurde es aber nicht. RB stand hinten kompakt und bot keinerlei Räume an. Auch die schwachen oder zu zentral angesetzten Abschlüsse von Papai (36.) und Franziska Mai (38.) stellten Leipzigs Keeperin Elvira Herzog vor keine Probleme. Auf der anderen Seite hebelte ein einziger langer Ball von Lou-Ann Joly die gesamte Hintermannschaft des FCN aus, woraufhin sich Boboy gegen Clara Fröhlich im Sechzehner behauptete und zum 3:0 einschob.

Nürnbergs Anschlusstreffer nur ein Strohfeuer

Direkt nach der Pause keimte aber noch einmal Hoffnung bei den Fränkinnen auf. RB war mit den Gedanken noch halb in der Kabine, als Luisa Guttenberger nach einer hohen Balleroberung in den linken Strafraum eindrang und in die Mitte legte, wo Papai keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken. Leipzig wirkte angesichts der neuen Energie, die Nürnberg nun auf den Rasen brachte, durchaus beeindruckt. Offensiv ging zunächst nicht viel, aber auch defensiv ließen die Gastgeberinnen nach dem Gegentor nicht mehr viel zu.

Nach einer knappen Stunde war es dann mal wieder Schimmer, die für Torgefahr sorgte. Ihr Freistoß aus gut 22 Metern knallte aber nur an den Pfosten. In der Folge verflachte der Spielfluss zusehends. Weder Nürnbergs Nastassja Lein noch Leipzigs Annabel Schasching konnten den Ball trotz aussichtsreicher Abschlusspositionen im Tor unterbringen. Je näher der Schlusspfiff kam, desto mehr trudelte die Partie aus. Beide Seiten hatten sich offenbar mit dem Ergebnis abgefunden. Die eingewechselte Persis Oteng hätte das Ergebnis kurz vor Abpfiff noch einmal in die Höhe schrauben können, stocherte den Ball aber knapp am Pfosten vorbei.

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