US-Außenminister Marco Rubio hat ein Spitzentreffen zur Ukraine mit Vertretern mehrerer EU-Staaten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz kurzfristig platzen lassen. Das berichtete die „Financial Times“. Demnach sei ein Treffen zur Ukraine mit den Spitzen aus Deutschland, Finnland, Polen und der EU-Kommission geplant gewesen. Dieses finde nicht statt, hieß es unter Berufung auf US-Kreise. Von europäischer Seite wurde die Absage mit den Worten „verrückt“ kommentiert.

Rubio spricht am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Erwartet wurde eine außenpolitische Grundsatzrede. Für den Nachmittag ist eine Diskussionsrunde zum Ukraine-Krieg geplant, an der unter anderem Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teilnehmen.

„Medaillen sind wichtig für die Ukraine und für Sie, aber das Wichtigste ist,
wer Sie sind“, sagte Selenskyj bei der Verleihung des ukrainischen Freiheitsordens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Er habe großen Respekt vor allen Olympioniken, die Heraskewytsch und seine Haltung unterstützt hätten, so der Präsident. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) weist die Berufung des Sportlers gegen den Ausschluss jedoch weiterhin zurück.

Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow erklärte in einem auf Telegram geposteten Video, dass die Männer Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparierten.

Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.

Zwischen zwei Luftalarmen haben Musiker des Kyiv Classic Orchestra am Freitagabend am Hauptbahnhof der ukrainischen Hauptstadt ein Konzert gegeben. Unter der Leitung von Dirigent Herman Makarenko spielten neun Streicher eine Stunde lang vor Dutzenden Menschen. Um Zuschauer anzulocken, hatten sie zunächst ein erstes Stück oben auf der riesigen Treppe des Bahnhofs gespielt.