Was für ein Europapokal-Abend in Cronenberg! Im Viertelfinalhinspiel des WSE-Cups brannten die Rollhockey-Spielerinnen des RSC Cronenberg am Samstagabend vor rund 200 begeisterten Zuschauern in der heimischen Alfred-Henckels-Halle ein spielerisches Feuerwerk ab und besiegten den italienischen Vertreter Hockey Valdagno unerwartet klar, aber auch in dieser Höhe verdient mit 6:0 (2:0). Die Ausgangslage für das Rückspiel in zwei Wochen könnte kaum besser sein, um Historisches zu leisten. Noch nie hatte ein Cronenberger Team die dritte Runde in einem europäischen Wettbewerb erreicht. Von Beginn an entwickelte sich eine sehr temporeiche Partie. Bereits nach 20 Sekunden musste RSC-Torfrau Lara Immer den ersten Schuss parieren, tat das aber gewohnt zuverlässig. Wenig später hätten die Gastgeberinnen in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen. Nach toller Vorarbeit scheiterte Yolanda Kahmann, zuletzt in der Liga gegen Düsseldorf sechsfache Torschützin, aus kurzer Distanz. Es ging hin und her. „Spielen und gehen“, forderte RSC-Trainerin Maren Wichardt bei einem Freischlag aus der eigenen Hälfte. Und in der Tat hatte ihr Team vor guter Kulisse auch die nächste gute Chance. Beeindruckend, wie schnell insbesondere die Italienerinnen konterten. Dass es nach zehn Minuten noch 0:0 stand, lag nur an der nicht ganz konsequenten Chancennutzung und der starken Leistung beider Torfrauen. Allerding hatten die heimischen Dörper Cats zu diesem Zeitpunkt bereits 4:1 Teamfouls angehäuft. Geichzeitig betrieben die Gastgeberinnen weiter Chancenwucher. Sowohl Leonie Lütters als auch Lea Seidler scheiterten frei an Valdagnos Torfrau.