Karneval in Düsseldorf

Pferde an Rosenmontag trotz Kritik und Protesten weiter dabei

Aktualisiert am 15.02.2026 – 07:56 UhrLesedauer: 2 Min.

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Rosenmontagszug in Düsseldorf (Archivbild): Die Teilnahme von Pferden bleibt umstritten. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack/imago)

Trotz Kritik hält das Comitee Düsseldorfer Carneval am Einsatz von Pferden im Rosenmontagszug fest – wenn auch mit weniger Tieren. Peta ruft zu Protesten auf.

Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hat entschieden, auch in diesem Jahr Pferde im Rosenmontagszug einzusetzen. Der Umzug gilt als Höhepunkt einer jeden Session in Düsseldorf. Um die Risiken zu minimieren, laufen Pferde in diesem Jahr reduziert und vorwiegend am Anfang des Zugs mit.

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert die Nutzung scharf und fordert den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller auf, den Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen zu untersagen. Laut Peta seien die Tiere erheblichem Stress ausgesetzt, wenn sie durch dichte Menschenmassen, laute Musik und fliegende Kamellen geführt werden.

Bereits zur Vorbereitung würden die Tiere laut Peta oftmals mit lauter Musik beschallt oder durch laute Geräusche erschreckt. Die Tierschützer verweisen auch auf vergangene Unfälle mit Pferden bei Karnevalsumzügen. Zum Rosenmontagszug ruft Peta zu Protesten auf.

Im Jahr 2018 gingen in Köln zwei Kutschpferde durch und verletzten vier Menschen schwer. Ein Jahr zuvor geriet in Bonn ein Pferdegespann außer Kontrolle. In Düsseldorf kollabierte im Sommer 2022 ein Pferd beim Umzug der Schützen auf der Königsallee und starb an Herzschwäche.

In Bonn gibt es seit 2022 keine Pferde im Rosenmontagszug mehr. In Düsseldorf wurde die Anzahl der Tiere in den vergangenen Jahren stark reduziert. Das Comitee Düsseldorfer Carneval möchte jedoch nicht komplett auf die Pferde verzichten, da die Entscheidung viel mit Tradition und der Geschichte der berittenen Garden zu tun habe.